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U19 beendet Oberligaqualifikation auf Rang 3

Am vergangenen Wochenende fand die erste Standortbestimmung unserer neu formierten U19 Kapelle statt. Nach zwei nervenaufreibenden Tagen stand letztlich der 3. Platz zu Buche, von dem wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen können, in welche Liga er uns letztlich führt.

Zum Auftaktspiel der Gruppe A konnten wir das Protokoll zunächst gänzlich füllen. Aus unserem einstigen Premiumjahrgang '98 sind inzwischen nur noch vier Schlachtenbummler verblieben, die dafür aber bereits ein oder zwei Jahre Oberligaerfahrung ins Feld führen können. Mit neun Jungs des Jahrgangs '99 und einem nominellen U17 Spieler des Jahrgangs 2000 stellten wir eins der jüngsten Teams der Qualifikation und vergeigten die erste Partie erst einmal gehörig.

Gegen den vermeintlich schwächsten Kontrahenten im Teilnehmerfeld, den SCC, gelang uns lediglich ein Unentschieden. Am Ende mussten wir gar froh sein, dass die Charlottenburger ihren letzten Angriff nicht im Tor unterbringen konnten. So hieß es zum Schluss 19:19. Das hatten wir uns natürlich anders vorgestellt. Zu allem Überfluss fiel Hene zu Beginn des zweiten Spielabschnitts auch noch verletzt aus und wurde kurz darauf ins Krankenhaus gebracht. Mittlerweile wissen wir – glücklicherweise nichts gebrochen aber der Fuß wird einige Wochen Ruhe brauchen.

Im Anschluss konnten wir dann die Partie zwischen SCC und Lichtenrade beobachten. Letztere präsentierten sich sehr gut auf das Turnier eingestellt und ließen bereits zum Pausenpfiff beim Stand von 14:7 kaum Zweifel daran, wer das Parkett als Sieger verlassen wird. Auch im zweiten Spielabschnitt ließen die Favoriten aus dem Süden der Stadt nichts mehr anbrennen und gewannen in der Höhe mindestens verdient 28:21 ohne sich – so jedenfalls der Eindruck von der Tribüne aus – besonders dafür strecken zu müssen.

 

Damit war die Ausgangslage klar. Es würde eine Niederlage im letzten Spiel gegen Lichtenrade mit weniger als sieben Toren Differenz bereits ausreichen, um sich für die Überkreuzspiele am Sonntag zu qualifizieren. Darauf wollten wir uns aber nicht ausruhen. Stattdessen sollte nach dem schwachen Auftritt im Auftaktspiel gezeigt werden, dass wir es deutlich besser können. Ein Sieg hätte den Gruppensieg bedeutet und tatsächlich gelang es dem Team – jetzt auch taktisch besser auf den Gegner eingestellt – Lichtenrade vom Anpfiff an Paroli zu bieten, bzw. gar öfter mal ein oder zwei Tore vorzulegen. Zur Pause stand ein umkämpftes 8:8 auf der Anzeigetafel, zum Abpfiff der Partie der 17:17 Endstand, der so vermutlich leistungsgerecht war. Wichtig war für uns, neben der Qualifikation für die K.O. Runde am Sonntag, zu zeigen, dass wir in der Lage sind, uns deutlich zu steigern und auch den nötigen Kampfgeist auf die Platte zu bringen.

In der Gruppe B setzte sich Hermsdorf als Sieger vor Spandau und OSF durch. Die Schöneberger waren damit analog zum SCC ausgeschieden. Spandau traf im ersten Spiel des Sonntags auf Gruppensieger Lichtenrade. Wir hatten im Anschluss die Klingen mit dem großen Favoriten aus Hermsdorf zu kreuzen. Nach ausgeglichener ersten Halbzeit gelang es den Spandauern überraschend deutlich, Lichtenrade zu bezwingen. 19:14 hieß es nach zwei mal 20 Minuten Spielzeit. Wir hatten uns derweil vorgenommen, gegen Hermsdorf alles in die Waagschale zu werfen, was der Kader hergab, mussten die Sache aber auch realistisch sehen. Der sehr toleranten Linie der Schiedsrichter vom Samstag hatten wir ordentlich Tribut gezollt. Zu der schweren Verletzung von Hene kamen einige heftigere Blessuren speziell bei August und Pascal, die am Sonntag beide humpelnd die Halle betraten. Auch die Erwärmung sah dann eher nach Seniorensportgruppe aus aber beide bissen für die Mannschaft die Zähne zusammen.

 

Gegen die ohnehin sehr gut eingestellten Hermsdorfer hätte es auch unter besten Voraussetzungen eines Sahnetages bedurft, um die Jungs von Coach Staude ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Die Anfangsphase verlief noch recht ausgeglichen. In der Folge konnten sich die Nordberliner aber Tor und Tor absetzen und beim Halbzeitstand von 12:5 rechnete niemand in der Halle mehr ernsthaft damit, das noch etwas anbrennen würde. Das Trainerteam appellierte in der Pause nochmal an den Charakter der Jungs, sich jetzt nicht abschlachten zu lassen und nutzte die zweiten 20 Minuten, um allen Zeit auf dem Parkett zu geben. Kurzum das Team bewies Moral und spielte die zweite Halbzeit zumindest anhand der Torbilanz besser als die erste obwohl wir zeitweise gleich drei Mann auf der Platte hatten, die vor einigen Wochen noch U17 Landesliga spielten. Das Spiel endete 23:12 für die Hermsdorfer. Glückwunsch zum hochverdienten Sieg und der (höchstwahrscheinlichen) Qualifikation für die Oberliga.

So hieß es also im Spiel und Platz 3 erneut gegen den ewigen Rivalen aus Lichtenrade anzutreten, was uns die taktische Vorbereitung natürlich erleichterte wobei selbiges wohl auch für die Südberliner galt. Defensiv waren wir mit der Leistung vom Vortag bereits weitestgehend zufrieden. Den Schlüssel zum Sieg sahen wir daher eher in einer Steigerung der offensiven Leistung und tatsächlich ließen wir lediglich ein Tor weniger als noch am Samstag zu. Warfen unsererseits aber drei mehr, was schließlich den Endstand von 22:18 bedeutete. Das spiegelt den Verlauf der Partie allerdings kaum wieder. Wir dominierten den ersten Spielabschnitt aus einer ganz starken Defensive heraus und legten zur Halbzeit sieben Treffer vor (13:6). Natürlich mahnten die Trainer in der Kabine, dass noch gar nichts gewonnen sei, dass die Defensive weiter so gut stehen müsse und man vorne die Ruhe bewahren sollte und natürlich war all das mit dem Wiederanpfiff vergessen. Zehn Prozent weniger in der Abwehr, einiger Unsinn im Angriff und dazu eine unmotivierte Rückwärtsbewegung und Lichtenrade ging auch schon wieder in Führung. Beim 15:16 hatte man die tolle erste Halbzeit schon wieder mit dem Hintern eingerissen. Positiv ist ab hier aber zu vermerken, dass sich das Team jetzt nochmal aufraffte und die Führung zurück erkämpfte. August, der an dem Tag bereits mehrfach verletzt vom Feld getragen werden musste und signalisierte, dass es nicht mehr weiterginge, haute sich nochmal voll rein. Taron und Ville, die beide ein insgesamt starkes Wochenende ablieferten, strahlten Gefahr auf den Halbpositionen aus und schließlich steuerte Patrick, der nicht seine besten Tage erwischte, seinen einzigen drei Tore ausgerechnet jetzt bei. Zudem parierten unsere Torhüter die letzten beiden Siebenmeter.

 

Ein Sieg der Mannschaft und der dritte Platz der Qualifikation. Sicher qualifiziert sind wir dadurch genau so wenig wie wir sicher ausgeschieden sind. Es bleibt abzuwarten wie die Meldungen aus den anderen Landesverbänden aussehen und wie sich die drei Nordostvertreter Rostock, Cottbus und Narva in der Qualifikation zur Jugendbundesliga schlagen werden. Hermsdorf und Spandau sind ziemlich sicher drin, wir nun der erste Nachrücker aus dem Berliner Verband. Neuigkeiten gibt es wohl erst Anfang/Mitte Juni, wenn die Bundesligaqualifikation erfolgt ist.

Derweil werden wir uns schon einmal ins Zeug legen, für die kommende Saison eine starke Mannschaft zu formen – unabhängig davon, ob wir überregional antreten oder unseren Hut in den Ring im Kampf um die Berliner Meisterschaft werfen. Viele positive Ansätze waren schon zu sehen. Speziell das Spiel gegen Hermsdorf hat aber auch einige Baustellen beleuchtet, die wir jetzt beackern müssen, um den Reinickendorfern im nächsten Vergleich ein engeres Match bieten zu können. Mit Joshua Wheaton steht bereits ein vielversprechender Neuzugang fest. Der junge Soldat, Jahrgang '98, stößt aus Nordrhein-Westfalen zu uns. Womöglich entscheidet sich ja noch der eine oder andere zusätzlich bei unserer SG anzuheuern

Wir lassen von uns hören.

 

Abschließend noch vielen Dank an die fleißigen Eltern, Angehörigen und Fans, die uns am Wochenende unterstützt haben!