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Volleyball |

TSV TM I startet mit drei Punkten in das Doppelspieltagswochenende

Am vergangenen Samstag empfing die stark dezimierte Damenmannschaft des TSV TM die Mädels des USV Potsdam. Zur gewohnten Zeit 19:00 Uhr sollte die Partie starten, doch die MTV-Männer ließen die beiden Mannschaften erstmal noch zappeln, wurden aber leider in den fünf kräftezehrenden Sätzen nicht mit einem Sieg belohnt.

Eine halbe Stunde verzögert war dann alles startklar, um sich endlich einzuspielen. Unglücklicherweise nahm Außenangreiferin Maren das Wettrennen um einen Preis "für die kurioseste Aktion", der von Mittelblock Jani spaßeshalber mitgebracht wurde, zu ernst und musste wegen einer tatsächlich kuriosen "Umknick-Aktion" das Einspielen vorzeitig abbrechen. Nun heißt es Daumen drücken, dass die Verletzung schon bald auskuriert und Maren wieder bereit zum Punkten ist. Umso dankbarer waren das Trainergespann und die Mannschaft um Andrea und Chelsea, die sich bereit erklärt hatten, die TM-Damen zu unterstützen.

Um 19:20 Uhr nun endlich der Anpfiff für den ersten Satz. Die Zuschauer waren sicherlich von einigen neuen Gesichtern und Positionen im Sechser überrascht, denn Sven und Jani mussten die verletzungs- oder krankheitsbedingten Lücken durch Umstellungen schließen. Trotz der neuen Formation begann der Satz mit einem altbekannten Ablauf: Außenangreiferin Chris versenkt Angabe für Angabe im gegnerischen Feld und bringt die Annahmeriege zum Zittern. Dank diesem Fundament agierten die Spielerinnen gelassen und bauten sich einen komfortablen Vorsprung (10:3, 16:10) aus. Leider ist der Grad zwischen Gelassenheit und Unaufmerksamkeit ja bekannterweise nur sehr schmal, was TSV TM gegen Ende des Satzes zum Verhängnis wurde. Die Potsdamer schlugen gezielt auf, griffen punktorientiert und risikoreich an und auch der Block stand an Ort und Stelle und Zack- die Heimmannschaft wurde aus ihrer Komfortzone "rausgeschossen". Trotz Auszeiten und Spielerwechseln konnte man den aufspielenden USV nicht mehr aufhalten und gab den 1. Satz tatsächlich zu 24 ab.

Im zweiten Durchgang schienen die Damen wieder wachgerüttelt zu sein und ergatterten sich ebenfalls immer wieder einen Vorsprung, verschenkten aber die Punkte auch schnell wieder mit zu wenig oder auch zu viel Kraft beim Aufschlag. Beide Seiten glänzten mit guten Aktionen und zwangen sich gegenseitig auf den Boden, sodass es am Satzende wieder eine knappe Kiste wurde (Auszeit bei 23:22). Nur diesmal blieb man bis zum Ende hoch fokussierte und gewann mit starken Blockaktionen die Netzhoheit und damit auch den Satz (25:22).

Im Satz Nummer drei starteten beide Mannschaften mit einem Kopf- und Kopf oder auch Punkt- an Punkt-Rennen, jedoch zeigte sich deutlich, dass diesmal TSV TM die Nase vorne hat. Ab der Hälfte des Satzes lag man kontinuierlich vorne und trieb das mit einem 10-Punkte-Vorsprung auf die Spitze. Die Angriffe trafen nicht, wie so oft, die gegnerische Abwehr, sondern die Außenhand der Blocker oder auch den Boden. Die Abwehr fischte links und rechts, kurz und lang einige Bälle und die Potsdamer versenkten immer mal wieder einen Angriff oder Aufschlag im Netz. Man kann zusammenfassen, dass es in diesem Satz wirklich lief und man Punkt für Punkt gemeinsam erarbeitete und so dem USV den Satz zu 15 wegschnappte.

Die Trainer und die Spielerinnen waren sich nun in einem einig: Dieser vierte Anpfiff soll für heute auch der letzte sein, heute muss ein Sieg her. Beschwingt durch den vorigeren Satz und gepusht durch Anne und Utzi, die ihren Mädels den ganzen Tag für Rat und Tat zu Seite standen, formatierte sich die eher ungewöhnliche Start-Sechs noch einmal und zeigte von Beginn an Ehrgeiz und Teamgeist. Wie Volleyball eben sein soll: Die Abwehr hechtete für das Zuspiel, das Zuspiel rannte für die Angreifer und die Angreifer versuchten mit aller Kraft (oder auch mit Köpfchen) die Wegbereiter und sich selbst zu belohnen. Den Aufschlägern fiel auch wieder auf, dass die blauen Linien das Feld begrenzen und die Bälle kamen druckvoll im gegnerischen Feld an. Alle gemeinsam hatten viel Spaß und der Vorsprung (19:9 oder auch 21:11) konnte von den Gästen nicht mehr eingeholt werden. Noch ein paar erstklassige Blockpunkte und der Sack war zu: 25:12.

Nun hieß es für alle: Dehnen und schnell ins Bett, um am nächsten Tag um 17:00 Uhr gegen die Damen aus Kiel erneut in heimischer Kulisse glänzen zu können.

Den Gegnern gefiel unsere angeschlagene Chris am besten, beim USV hinterließ Nummer 11, Gina Schilke, über die Außenposition einen bleibenden Eindruck.

Auf der vollbesetzen Bank diesmal vier tatkräftige Unterstützer: Sven und Jani, die die Kommandos gaben und Anne und Utzi, die die Motivation zusätzlich entfachen ließen.

Ein besonderer Dank geht an die beiden eingesprungenen Spielerinnen, die ihre Aufgabe trotz fremder Position super gemeistert haben und natürlich an das aufgestockte Trainer-Gespann: Dankeschön an Utzi und Anne, dass Ihr Euren Samstag trotz den unglücklichen Umständen mit uns in der "Bosehalle" verbracht habt und immer einen passenden Tipp auf Lager hattet.

Außerdem natürlich an die treuen Zuschauer, die Ballkinder, unseren DJ und alle anderen Köpfchen und Hände, die unsere Heimspiele ermöglichen.