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Volleyball | Dritte Liga Nord

TSV TM I muss sich mit einem Punkt zufrieden geben

Heimische Kulisse die Zweite - diesmal ohne Happy End.

Am vergangenen Samstagabend war es für die Damen des TSV TM soweit: Der zweite Auftritt in gewohnter Kulisse stand an. Diesmal eine Spätvorstellung mit dem Titel: „Spitzenspiel der Dritten Liga gegen den VSV Havel Oranienburg“.

Da unser Sven leider nach wie vor mit einer Grippe zu kämpfen hat, griff man auf ein altbekanntes Gesicht zurück und freute sich, dass ehemaliger Trainer Ralph vom Bühnenrand Instruktionen erteilen wird.

Im ersten Satz - im Nachhinein kann man ihn wohl auch als den spannendsten Lauf bezeichnen - startete man mit den üblichen sechs Darstellerinnen. Die Motivation des Trainers färbte auf sein Team ab und jeder war gewillt, sein Bestes zu geben und an die vergangenen Erfolge anzuschließen.
Ziele sollten sein, den Heimvorteil zu nutzen und die Gäste von Beginn an mit druckvollen Aufschlägen in Schach zu halten. Mit der Aussage:„ Falls eine Angabe ins Aus geht, ist es meine Schuld!“, vermittelte Ralph hierzu den nötigten Mut.
Anfangs bot man dem Publikum eine solide Performance und holte Rückstände wie 4:8 gekonnt wieder auf. Dennoch fehlte auf beiden Netzseiten noch die Durchschlagkraft, weswegen der Ball das Netz mehrfach überquerte, bis er endlich oder auch leider den Boden berührte. Bedauerlicherweise hatten die Oranienburger den längeren Atem und aus einem 11:11 wurde ein 19:22. Da auch ein frischer Wind die Annahme nicht mehr stabilisieren konnte, musste man sich erstmal geschlagen geben.

Klappe die Zweite: Leider verwandelte sich das Ganze nun in ein Horrorfilm. Oder auch in eine Komödie. Je nachdem, wie man es sehen möchte. Die Gastgeber knüpften nämlich keinesfalls an die kämpferische Leistung an, ganz im Gegenteil, nichts schien zu laufen. Direkt nach Satzbeginn spielte sich die gleiche Szene wieder und wieder ab: Der Aufschlag der Oranienburger führt auf die verschiedensten Weisen zum Punkt für diese. Und das leider 11 mal, obwohl man versuchte, den Film mit Auszeiten oder Spielerwechseln zu unterbrechen. Das Publikum der Gegner genoss die Performance, die heimischen Fans hätten sich vor diesem Horror vermutlich am liebsten die Augen zugehalten. Auf der Bühne selbst war den Spielerinnen auch nicht mehr zum Lachen zu Mute und man versuchte verbissen, sich den heiß ersehnten Punkt zu holen. Zwei Auszeiten und zwei Spielerwechsel später wandelte sich der Kreis endlich in die herbeigewünschten zwei Striche. Auf Anweisung, nun doch bitte endlich wieder VOLLEYBALL zu spielen, rissen sich die TM-Ladys nochmal am Riemen und erarbeiteten sich immerhin noch eine zweistellige Zahl auf der Tafel (14:25).

Nach dem nächsten Seitenwechsel war man sich über die vergangene Szene einig: Einfach rausschneiden und neu starten!
Die Regisseure baten inständig um lachende Gesichter, da man den Horrorfilm nur mit der richtigen Einstellung beenden kann. Glücklicherweise gelang es, den Neustart Knopf zu betätigen. Das erste Viertel gestalte sich ähnlich wie der erste Satz: Wenn der gewollt risikoreiche Aufschlag nicht im Aus landete, kam es zu langen Ballwechseln. Beim Rückstand von 4 Punkten (13:17) war dann unsere Nummer 11 mit Aufschlag dran, was sich als Cliffhanger rausstellte. Aus dem 13:17 wurde schnell ein 20:17, obwohl Oranienburg dringlichst versuchte, die Serie mit einer Auszeit und einem Doppelwechsel zu unterbrechen. Also ließ man sich das große Comeback nicht mehr nehmen und verbuchte den 3. Satz auf dem heimischen Konto.

Zum Glück bekam man so die Chance, dem Publikum nochmal was zu bieten und für ein Happy End zu kämpfen. Wie beflügelt performte die Heimmannschaft nun auf IHRER Bühne. Sichere Annahmen ermöglichten einen variablen Spielaufbau und die gelbe-blaue Kugel fand wieder und wieder den Weg auf den gegnerischen Boden (14:6, 19:13). So holte man sich den 4. Satz und das Tie Break in unter 20 Minuten.

Während entschieden wurde, auf welcher Bühne die letzte Szene stattfinden wird, appellierte das Trainergespann nochmal, weiterhin mutig zu spielen und alles für die 2 Punkte zu geben.
Also Vorhang auf für den finalen Kampf! Die Damen aus Oranienburg riefen von Beginn an ihr Können ab (1:4), daraufhin reagierte der TM aber erfolgreich mit gezielten Angriffsschlägen, holte auf (7:7) und ergatterte dann tatsächlich einen kleinen Vorsprung (9:7). Wie es eben so ist, das Ende eines Filmes gestaltet sich nochmal am spannendsten. Leider setzte eine Aufschlägerin des VSV die heimische Annahmeriege unter Druck und sie wackelte…(9:10) …der Gegner nun wieder vorne. Diesmal waren es auch die Gäste, die den längeren Atem hatten und sich in ihrem ruhigen Spielaufbau und vor allem bei den effektiven Mittelangriffen nicht mehr irritieren ließen. So musste man diesen finalen Satz um 21:00 Uhr an die Gäste abgeben.
Trotzdem freut sich der TSV TM über einen Punkt und bleibt weiterhin an der Tabellenspitze, die Oranienburger sind nun punktgleich mit dem 4. Platz auf Platz 5.

Es performten für den TSV TM: Anita, Svenja, Maren, Cris, Utzi, Jani, Michi, Hannah, Hili, Nelly, Anne, Cori und Karin

Regie führten: Ralph, Jani und Regi

Wobei ein besonderes Dankeschön an den Hauptregisseur Ralph geht, der spontan eingesprungen ist und das Team super unterstützt hat!

Diesmal wurde der „Oskar“ an unsere Außenangreiferin Stephanie Utz, liebevoll „Utzi“ genannt, vergeben, die uns vor allem mit den Aufschlagserien nicht nur einmal wieder zurück ins Spiel geholt hat.

Wir bedanken uns bei jeder helfenden Hand, bei den treuen und auch den neuen Zuschauern und bei den jungen Fans, die unsere Kulisse stets trocken hielten und die Spieler mit den notwendigen Requisiten versorgten. Schön, dass Ihr alle dabei wart und wir laden Euch herzlich zur nächsten Spätvorstellung (19:00 Uhr) in den gewohnten Räumlichkeiten ein. Sie wird am 03.11.2019 stattfinden und beschäftigt sich mit dem Thema „Eimsbüttler TV“, was definitiv Schlagzeilen machen wird.
Am kommenden Wochenende hat das Team aber erstmal eine Pause, wird aber natürlich dennoch weiterhin fleißig proben, um den momentanen Tabellenplatz halten zu können.