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Volleyball | Dritte Liga Nord

TSV TM I erobert die Tabellenführung

Am Samstagabend luden wir für das letzte Heimspiel in diesem Jahr die Damen von der SG Rotation Prenzlauer Berg ein, die bis zu diesem Zeitpunkt noch ungeschlagener Tabellenführer waren.

Auf dem Papier galt RPB als Favorit, immerhin haben wir unsere Weste ja beim Spiel gegen SCALA etwas beschmutzt, RPB hingegen kam mit schlichten schwarzen Trikots, aber eben einer makellos weißen Weste in die Halle gestiefelt.

Beim Einschlagen präsentierte sich RPB stark und eindrucksvoll, während für uns das Finden der Harmonie mit unserer Zuspielerin erst einmal im Vordergrund stand. Weil wie das manchmal so ist: Auf einmal ist kein Zuspieler mehr da. Der eine steckt nach einer Knieverletzung noch mitten in seiner Comeback-Vorbereitung, der andere ist aus privaten Gründen verhindert. Also reaktivierten wir kurzerhand Hilli. Mit dem rar gesäten Talent des Geradeaus-Pritschens und der selbstlosen Bereitschaft, uns an diesem Spieltag aus der Patsche zu helfen, streifte sie sich ihr altes TM-Trikot über und wurde für uns schon vorab zu unserem persönlichen MVP dieses Spiels.

Dann ging es endlich ans Eingemachte und somit aufs Feld. Gleich zu Beginn wurde dem volleyballerfahrenen Zuschauer wieder einmal vor Augen geführt, dass das Einschlagen beider Teams nicht zwangsweise eine Vorschau auf den Verlauf des folgenden Spiels ist. Mit zwei direkten Annahmefehlern beim RPB starteten wir glücklich und zufrieden ins Spiel und wunderten uns fast schon, wie glatt das alles lief bei uns und wie wenig Gegenwehr von der anderen Seite kam. Satz 1 war mit 25:12 vorbei, bevor er richtig angefangen hatte. Das klare Punktverhältnis erklärt sich daraus, dass wir unser Spiel runterspielten und RPB uns nicht daran hinderte, sondern uns mit vielen Eigenfehlern eher dabei unterstützte. Dass das so nicht weitergehen würde, war uns beim Seitenwechsel klar, weshalb wir mit der nötigen Konzentration in den zweiten Durchgang starteten. Beim Stand von 7:10 musste uns Seitenspieler Ralph allerdings noch einmal daran erinnern. Auch daran, dass zu einem effektiven Angriffsspiel gegen so einen großen Block auch mal der ein oder andere Power-Tip (Anmerkung der Redaktion: Das nannte man früher „Leger“) gehört. Das Spiel wurde durch das Umsetzen dieser Devise nicht unbedingt schöner anzusehen, aber auf jeden Fall erfolgreicher aus unserer Sicht. Mit 25:20 gewinnen wir Satz 2 und freuten uns heimlich über den einen sicheren Punkt, den wir auf jeden Fall in unserer Halle lassen würden.

Doch der Durst nach den vollen drei Punkten und der damit verbunden Tabellenführung war natürlich größer. In Satz 3 hat RPB aber leider erkannt, dass ein Senken der Eigenfehlerquote schon genügt, um das Spiel in andere Bahnen zu lenken. Böse Zungen mögen behaupten, RPB habe bei uns abgeguckt: Sehr viele clever, aber gefühlvoll platzierte Angriffe landeten in unserem Feld. Dabei hechteten und flogen wir übers Parkett wie junge athletische Götter und gaben keinen Ball zu früh auf. Zwar liefen wir in diesem Satz punktemäßig lange RPB hinterher, holten aber pünktlich zum 20:20 auf und liefern uns ein heißes Duell um die letzten Punkte. Mit ständig wechselnden Aufschlagrecht ging der Satz zu Ende und mit 29:27 an RPB, wobei wir aber immerhin drei Satzbälle abwehren und den Satzverlust als Motivationsspritze für den folgenden Satz mit auf die andere Seite nehmen.
Im vierten Satz setzten wir artig die Anweisungen von Seitenspieler Ralph um und konnten auch unseren Block besser und letztendlich erfolgreicher stellen. Der Aufschlagdruck von Seiten RPBs ließ spürbar nach, worüber sich unsere Annahme freute und sich der Spielaufbau natürlich wesentlich einfacher gestaltete. Wir erarbeiten uns einen 6:3-Vorsprung, den wir mehr oder weniger konstant hielten, ehe wir uns in der Mitte des Satzes weiter absetzen und ohne große Aufregung das Spiel mit einem 25:18 für uns entscheiden konnten. Und damit auch grandioserweise die momentane Tabellenführung!
Das klingt noch zehnmal cooler als Platz 2 und lässt uns mächtig stolz in die nächste Partie blicken: Am 10.12. müssen wir im Kampf um die nächsten drei Punkte gen Braunsbedra fahren.

Für den TM kämpften: Hilli, Anita, Jule, Regi, Maren, Julia, Jani, Michi, Anne P., Hannah und unsere Bagger-Grazien Chrissi und Karin

Den besten Eindruck gemacht hat: Regi MVP Mapeli Burchardt

Auf der Bank machten Werbung für den Power-Tip: Ralph, Janita, Anne O.

Für einen reibungslosen Ablauf sorgten all unsere lieben Helfer am DJ-Pult, am Schreibertisch, an der Kasse und beim Bällerollen und Schweiß-Aufwischen.

Vielen lieben Dank an unsere Fans auf der Tribüne für die lautstarke Unterstützung!

 

Eure 1. Volleyball-Damenmannschaft des

TSV Tempelhof-Mariendorf