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Volleyball | Dritte Liga Nord

TM I erkämpft sich gegen den BBSC II einen Punkt

Wir schließen das Kapitel „Hinrunde“ mit einer wahnsinnig knappen Niederlage gegen unseren Tabellennachbarn BBSC II. Es war vor allem in der Schlussphase ein sehr umkämpftes Spiel, das erst nach 131 Minuten einen glücklichen Sieger ausspuckte. Leider waren das nicht wir.

Am Samstag zogen wir also gen Köpenick, um uns auf der einen Seite dem BBSC II und auf der anderen dem Duell um den dritten Tabellenplatz zu stellen. Der allgemeine Gesundheitszustand war gut, die Moral sowieso. Bis in die Schnürsenkelspitzen motiviert starteten wir in dieses Spiel, fühlten uns bereit wie lange nicht … und starteten mit einem 1:6-Rückstand. BBSC machte mit starken Aufschlägen gleich mal klar, wie der Hase läuft - kurze Auszeit. 30 Sekunden später hat Seitenspieler Ralph unsere Köpfe wieder gerade gerückt und wir beginnen endlich am Spiel teilzunehmen. Nach einer kompletten Rotation haben wir uns Stück für Stück ran gekämpft und gleichen mit 13:13 aus. Ab sofort ging es um die Wurst: Wer Schwäche zeigt, bekommt kein Mitleid, beide Teams spielen stark und auf hohem Niveau. Passend daher auch der Tipp von der Trainerbank „Jetzt bloß keine dummen Fehler machen!“ Machen wir natürlich trotzdem. Und dennoch reicht es zum 29:27 – Satzgewinn. Wir wechseln frohen Mutes die Seiten und sind voller Zuversicht, einen ebenso erfolgreichen zweiten Satz zu spielen.

Nach dem zweiten Satz haben wir für uns jedoch beschlossen: Dieser Satz hat niemals stattgefunden. Daher gibt es an dieser Stelle auch keine weiteren Ausführungen dazu. Der Spielberichtsbogen hält ein Satzergebnis von 11:25 fest. Aber, wie gesagt, dieser Satz hat niemals stattgefunden.

Im Dritten dann spielen wir, nach dem bereits liebgewonnen 1:6 – Rückstand, wieder mit. Zwar haben wir immer noch alle Hände voll zu tun, die starken Aufschläge nach vorn zu bringen, aber wir befinden uns auf einem aufsteigenden Ast. BBSC stellt einen guten Block, den es zu umschiffen gilt, und arbeitet gut in der Abwehr. Wir tun uns etwas schwer, unsere Angriffe auf den Boden zu bringen. Den Regeln der Logik folgend, laufen wir also nicht nur dem Ball, sondern auch dem Gegner hinterher – BBSC hält uns kontinuierlich mit einem mindestens 4-Punkte-Rückstand auf Distanz. Ohne Happy End für uns endet der Satz mit 18:25.

Die Satzpause nutzen wir, um uns selbst an den Ohren zu ziehen und uns zu fokussieren. Mit klarem Blick für unsere Möglichkeiten starten wir tatsächlich mal mit einem Vorsprung. Es gelingt uns zusehends, BBSC sowohl mit unseren Aufschlägen, aber auch mit den starken Angriffen über Außen unter Druck zu setzen. Wir führen 22:15, ehe wir uns ein kleines Hängerchen gönnen und den Gegner noch einmal rankommen lassen. Letztendlich schaffen wir es aber, uns selbst mit dem Satzgewinn zu belohnen und reichen mit 25:22 unseren Antrag für einen Tiebreak ein.

Und gepusht von unserer heroischen Rückkehr in dieses Spiel gehen wir auch voller Selbstbewusstsein in diesen Entscheidungssatz. Unsere Trikots hätten eigentlich platzen müssen, mit so breiter Brust gehen wir aufs Feld. Und tatsächlich spiegelt sich das in unserem Spiel wieder. Die spannenden und bisweilen langen Ballwechsel entscheiden wir vor allem am Netz meist für uns. Wir wechseln mit 8:6 die Seite und stellen mit einem 12:6 – Vorsprung auch schon mal die Weichen für einen Sieg. Eigentlich undenkbar, dass man so ein Ding noch aus der Hand geben kann. Aber nicht für uns! Wir beginnen wieder in der Annahme zu straucheln und bekommen unser Stellungsspiel einfach nicht auf die Angriffe des Gegners eingestellt. Wir ebnen BBSC den Weg, sich zurück ins Spiel zu kämpfen und die lassen sich nicht zwei Mal bitten. Wir liegen auf einmal 12:14 hinten und versuchen fast verzweifelt, das Blatt noch zu wenden. Immer wieder blitzt Hoffnung auf, wir kämpfen uns tatsächlich wieder ran und ziehen gleich. Am Ende geht es Punkt um Punkt, keiner will hier eine Niederlage akzeptieren. Wir wehren immer wieder Matchbälle ab… bis dieser eine kommt, den man den eben nicht mehr bekommt. Mit großer Enttäuschung und erst einmal sprachlos realisieren wir unsere Niederlage. 17:19 geht für uns der Tiebreak aus.

Was bleibt ist ein vierter Platz nach der Hinrunde und nur die drei Teams vor uns, die uns geschlagen haben. Das ist nur recht so. Die Rückrunde wird kommen - und mit ihr die Chance auf Revanche!

Für TM kämpften: Anne O., Anita, Nelly, Jule, Hannah, Anne P., Jani, Maren, Cris, Utzi, Karin und Cori

Am eindrucksvollsten kämpfte: Stephi MVP Utz

Auf der Bank rauften sich die Haare: Ralph, Janita, Micha und Svenja