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Chronik vom Mariendorfer Hockey Club

Gründung 1931

Am 04. August 1931 fand die Gründungsversammlung statt. Zu den Gründungsvätern zählten Willi und Werner Wall, Kurt Syring, Günter Miels, Kurt Ritter, Gerhard Rotkegel, Günther Laudahn, FritzWaack, Erich Heinemann und Heinz Dressel. Als Vereinsfarben wurden Schwarz und Gelb und als Vereinslogo das Kleeblatt bestimmt.

Die Gründergeneration 1931 bis 1956

Mit dem Gedanken, eine Chronik für den Mariendorfer Hockey-Club zu schaffen, tauchen gleichzeitig Erinnerungen an unvergessliche Stunden echter Sportkameradschaft und jugendlicher Begeisterung auf. Zwar haben die Kriegsjahre uns und dem Club viele materielle Dinge und manches kostbare Andenken genommen, aber dennoch ist uns ein gut Teil Idealismus für den Sport geblieben. Und diese schöne Tatsache entfachte wiederum die Sportherzen unserer alten Kameraden zur aufopfernden Arbeit für ein neues Entstehen des alten MHC. Allen beteiligten Kameraden sei an dieser Stelle Dank und Anerkennung gezollt. Ihre Namen sind mit dem Wiedererstehen des Clubs nach all den Jahren des Grauens und des völligen Niederbruches sportlichen Lebens untrennbar verbunden. Die nachfolgende Chronik kann und soll auch kein schriftstellerisches Kunstwerk sein. Es soll versucht werden, mit den verbliebenen geringen Bilddokumenten, sowie aus schriftlichen Unterlagen und Erinnerungen den Anfang eines Werkes zu schaffen, dessen vornehmste Aufgabe es sein soll, unseren heranwachsenden Jungen und Mädeln die schönen Erfolge gemeinsamen Strebens zu zeigen und sie mit gleicher Begeisterung mit sportlichen Gedanken zu erfüllen. Den alten Kameraden sei es stets Anlass zur frohen Erinnerung, aber auch Mahnung zugleich, das mühsam Aufgebaute mit Sorgfalt zu hüten. Möge diese Chronik von nun an die weitere Entwicklung unseres MHC in sich aufnehmen und damit dem Nachwuchs stets Anlass zu freudigem Weiterschafen sein.

Mit den besten Wünschen
zum zwanzigjährigen Bestehen des Clubs
dem Vorstand überreicht !
Berlin-Mariendorf, den 4. August 1951

Mit dieser Einleitung von Heinz Dressel, die beeindruckend auch die Vorstellungen und Werte der damaligen Zeit widerspiegelt, beginnt die erste schriftliche Aufzeichnung der Geschichte des MHC:

Die Anfänge

In den Jahren 1921/22 fanden ein paar Jungen aus den unterschiedlichsten Gegenden Deutschlands in Mariendorf einen neuen gemeinsamen Wohnort und es dauerte nicht lange, bis diese kleine Jungenschar eine unzertrennliche Freundschaft verband. Ein herrlicher Park mit einer großen Spielwiese bildeten einen täglichen Tummelplatz auf dem sich kindliches Spiel zu großer Sportbegeisterung entwickelte. Als dann auch noch „echte“ Sportler in entsprechender Kleidung und einer Art „Spazierstock“ gesichtet wurden, war klar, was zu geschehen hatte:

nach einigen Auseinandersetzungen mit den Eltern wuchsen die Kinder unter dem Banner des renommierten Berliner-Ballspiel-Clubs zu einer Hockey-Juniorenmannschaft zusammen. Obwohl diese bald auch eine starke Stütze der Männermannschaft bildete, verlief eine unsichtbare Trennungslinie zwischen den jungen und älteren Spielern, zusätzlich stand der Verein der Gründung einer Eishockey-Abteilung ablehnend gegenüber. Dies veranlaßte den Kameraden Heinz Dressel dazu, die Initiative zur Gründung eines eigenen Hockeyclubs zu ergreifen. In einer Vorbesprechung mit dem damaligen Stadtjugendpfleger vom Bezirksamt Tempelhof, Herrn Scheer, erhielten wir die Zusage für das Nutzungsrecht des Hockeyplatzes im Volkspark Mariendorf. Bedingung war die Aufnahme des Vereins in den Brandenburgischen Hockey-Verband e.V.. Nun stand den Planungen nichts mehr im Wege.

Am 4. August 1931 nahmen Willi und Werner Wall, Kurt Syring, Günter Miels, Kurt Ritter, Gerhard Rotkegel, Günther Laudahn, Fritz Waack, Erich Heinemann und Heinz Dressel an der Gründerversammlung teil, der Mariendorfer-Hockey-Club war aus der Taufe gehoben worden. Als Vereinsfarben wurden Schwarz/Gelb und als Vereinszeichen das Kleeblatt bestimmt. Zum 1. Vorsitzenden wurde Willi Wall gewählt. Neben dem Hockeysport faßte man für den Winter eine Eishockeymannschaft ins Auge. Um die anfänglichen finanziellen Belastungen gegenüber den Verbänden und die Platzgebühr an das Bezirksamt Tempelhof zu gewährleisten, übernahm der Vorstand und Fritz Heinemann eine Ausfallbürgschaft. Auf der 1. Monatsversammlung im August 1931 wurden die Kameraden gebeten ihre Beiträge pünktlich zu zahlen und zum Training zu erscheinen. Da der noch nicht volljährige Willi Wall vom Brandenburgischen Hockeyverband nicht anerkannt wurde, fand am 06.09.1931 eine außerordentlichen Hauptversammlung statt, die Heinz Dressel zum 1. Vorsitzenden wählte.

Das erste Freundschaftsspiel gegen Ullstein wurde am 13. September 1931 erfolgreich mit 5 : 4 gewonnen, daß erste Verbandsspiel endete am 04.10.1931 gegen die SV Süden 3 : 3.

Die Gründermannschaft 1931

Das MHC-Tor mit Erich Heinemann in Bedrängnis
Spiel um den Sportpalastpokal, den der MHC gewann.
Die erste komplette Damenmannschaft
Luzie Dressel (Lechner), Erna Ziemann, ?, ?, ?, Born I, ?, ?, ?, ?, ?
Die 1. Herrenmannschaft in der Saison 1934
Heinz Dressel, Werner Bardelt, Gerhard Konzack, ?, ?, Rudi Fehrmann, Willi Wall, ?, ?, ?, ?
Die erste Meistermannschaft

Trainer/Betreuer: Kasimir Wagner, Schrammeck, Gerhard Konzack, Kurt Bischoff, Rudi Wiedemann, Gerhard Rothkegel, Erich Heinemann, Werner Bardelt, Werner Wall, Heinz Dressel, Rudi Fehrmann, Günther Laudahn
1. Damenmannschaft 1936/1936 in der 1. Klasse

Ursula Kolliski (Preissler), George, Borm I, Schütz, Erna Ziemann, Renner, Krause, Eckert, Borm II
Gerhard Konzack 1954

Kurt Ritter, Schrammek, Willi Wall, Werner Wall, Heinz Dressel, Kurt Syring, Günther Laudahn, Lankmeyer, Erich Heinenmann, Gerhard Konzack, Gerhard Rotkegel

Durch weitere Werbung wuchs die Mitgliederzahl und bereits am 29.11.1931 fand das erste Spiel einer II. Herren gegen den Bund für Leibesübungen statt (2 : 2). Im Winter 1931/32 wurden wie geplant auf dem Segelteich im Volkspark Mariendorf (zu diesem Zeitpunkt noch der unbegradigte Blümelteich) auch Eishockeyspiele ausgetragen. Bilddokumente zeigen ein Spiel des MHC im Berliner Sportpalast (wahrscheinlich bereits 1931).

Der ausgespielte Sportpalastpokal wurde vom MHC ohne Angabe eines genauen Datums gewonnen, ein Beweis für die sportliche Qualifikation dieser Sportart im MHC.

Im Januar 1932 wurde Fritz Heinemann (Vater von Erich Heinemann) wegen seiner tatkräftigen Hilfe in den ersten Monaten als Ehrenmitglied in den Club aufgenommen. Das Protokoll der Monatsversammlung im Februar 1932 verzeichnet den Aufbau einer Damenmannschaft, zum „Einjährigen“ wurden Hockeytore in Eigenregie angefertigt. Für die Saison 1932/33 meldete der Verein bereits 1 Damen-, 2 Herren-, eine Mädchen- und eine Knabenmannschaft. Im Januar 1933 führte der MHC ein Werbefest für den Eissport durch und nahm in dieser Sportart weiterhin auch an den Verbandsspielen teil.

Bereits im Jahr 1933 erreichten die Einflüsse der nationalsozialistischen Partei das Vereinsleben. Durch eine Verfügung der obersten Sportbehörde, des Reichsbundes für Leibesübung wurde die erfolgreiche Aufbauarbeit der ersten Jahre stark gefährdet. Mit dieser Verfügung erhielten die Bezirksämter Anweisung, Sportvereine mit weniger als 100 Mitgliedern vom Sportbetrieb auszuschließen. Der Gefahr der Auflösung von Kleinvereinen versuchte der MHC im September durch verstärkte Werbung zu begegnen. Das Bezirksamt Tempelhof unterstützte den Verein in seinem Bestreben nach bestehender Selbständigkeit. Im September mußte auf Grund sportpolitischer Beschlüsse der Vorstand aufgelöst werden. Kommissarisch wurden als gemeinsame Vorsitzende, die Kameraden Heinz Dressel und Joachim Kossack eingesetzt. Bei der Weihung der neu gefertigten Clubfahne wurden die Mitglieder gebeten, sich in die neuen Verhältnisse einzufügen um den Fortbestand des MHC nicht zu gefährden. In diesem Zeitraum gelang es Heinz Dressel die Jugendabteilung weiter aufzubauen. In den Wintermonaten wurde als Ergänzungssport Tischtennis angeboten. Am 10. Februar 1934 veranstaltete der MHC ein Maskenfest im Volkspark Mariendorf.

Eine außerordentliche Hauptversammlung bestätigt Heinz Dressel als in den Vereinsführer „umgetauften“ Vorsitzenden. Hiermit entsprach der MHC den vom Reichsbund für Leibesübungen (DRL) Gau III (Berlin) geforderten „Führerprinzip“. Weiterhin wurde eine neue Satzung im Sinne der nationalsozialistischen Staatsführung bekanntgegeben, die jüdische und politisch anders denkende Mitglieder aus dem Verein ausschließt. Informationen, inwieweit der MHC hiervon betroffen ist, liegen nicht vor. Aus einem Foto der 1. Herren scheint aus heutiger Sicht eine ernste, vielleicht auch bedrückende Atmosphäre zu sprechen.

An dieser Stelle endet die Chronik und wird von Erwin-Fred Schulz weitergeführt, der diese Arbeit allerdings erst im Dezember 1956 wieder aufnahm: Die Mitgliederversammlung, die nun Generalversammlung heißt, bestätigte am 04.06.1935 einstimmig die Annahme der Einheitssatzungen des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen. In der Saison 1935/36 gelang mit dem Aufstieg der I. Herren in die 1. Spielklasse des BHV, der erste nennenswerte sportliche Erfolg.

Ab März 1936 führte der MHC die Eishockeygruppe als selbständige Abteilung. In diesem Jahr gelang es auch, eine männliche Juniorenmannschaft aufzustellen. Im September 1936 erschien erstmalig ein Nachrichtenblatt des MHC. Am 16.08.1938 verliert bei einen Flugzeugabsturz der Mitbegründer Werner Wall sein Leben. Ebenso berichtet das Bildarchiv ohne weitere Angaben vom Tod von Werner Bardelt und Kurt Goepel. Zu diesem Zeitpunkt verzeichnet der MHC 45 Mitglieder, davon 3 passiv.

Mit dem Führererlass vom 21.12.1938 wurde der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen in den Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen (NSRL) umgestaltet und somit in eine durch die NSDAP „betreute“ Organisation umgewandelt. Die Vereine verloren damit endgültige ihre juristische Selbständigkeit.

Einzige Information über das sportlichen Abschneiden des MHC ist ein Hinweis auf die Eishockeysaison 1938/39, die mit dem 5. Rang für den MHC endet.

1939 übernahm der MHC, so die Aufzeichnungen, aus der aufgelösten Betriebssportgruppe Ullstein die Hockey- und Tennisabteilung. Da der Ullsteinverlag bereits 1936/37aufgelöst und in den Deutschen Verlag überging, ist nicht davon auszugehen, dass der Vorgang zu diesem Zeitpunkt mit der „Arisierung“ des Ullstein-Verlages zusammen hing. Wahrscheinlicher ist die Ausgliederung der elitären Sportart Hockey aus der Betriebssportgruppe des Deutschen Verlages. Über eine weitere Entwicklung der Tennisabteilung im MHC liegen keine Informationen vor.

Durch den Beginn des zweiten Weltkrieges am 01.09.1939 mussten alle Hoffnungen auf eine Weiterentwicklung des Clubs begraben werden. Bereits zu Beginn des Krieges werden viele MHCisten eingezogen. Trotzdem meldet der Verein zu den Verbandsspielen 1939/40 2 Damen-, 4 Herren-, 1 Jugend-, 1 Mädchen- und 1 Knabenmannschaft. Seit 1940 fanden in Berlin Übungsspiele in der Halle statt und im Dezember 1941 nahm der MHC mit einer Damen- und Herrenmannschaft am 1. Hallenhockeyturnier der Betriebssportgemeinschaft der Fritz Werner AG in Marienfelde teil. Gespielt wurde in dem von der Firma zur Verfügung gestellten Kasino (ca. 30 x 14 Meter Spielfläche) Die Damen erreichten den ersten Platz, die Herren endeten als Schlusslicht. In den Wintermonaten fanden weiterhin Eissportveranstaltungen in der Halle und im Freien auf sog. Spritzeisbahnen statt. Da Sportreisen zu dieser Zeit nur noch sehr restriktiv genehmigt wurden, zieht man regionale Eissportfeste auf, an denen auch der MHC teilnahm. Man plante sogar in späteren Zeiten (Friedenszeiten) im Winter den Feldhockeybetrieb z.G. des Eishockeysports ruhen zu lassen, da die personellen Verflechtungen zwischen den Sportarten sehr groß waren. Ab 1941 kam es häufiger zu Spielausfällen oder Abmeldungen einzelner Mannschaften, die durch Einberufungen stark dezimiert wurden. Zusätzlich gab es weitere Hallenhockeyveranstaltungen, die aber noch in den Kinderschuhen steckten. Im Januar 1943 berichtete die Deutsche Hockey-Zeitung über Gedanken zu allgemein verbindlichen Hallenhockeyregeln ohne das es zu konkreten Beschlüssen kam. Am 31.3.1943 erschien die vorerst letzte Ausgabe der DHZ. Obwohl die Zahl der Aktiven immer weiter abnahm, wird der Spielbetrieb im Feld- und Eishockey bis Ende 1943 aufrecht erhalten.

Nach dem Zusammenbruch 1945 wurde der gesamte Sportbetrieb in Berlin auf Bezirksebene unter der Bezeichnung „Kommunalsport“ unter der Leitung der Alliierten wieder aufgenommen. Hierbei handelte es sich aber nicht um einen Sportbetrieb der alten Vereine, sondern um Mannschaften die sich aus den Verwaltungsbezirken entwickelten, wenn auch die Zusammensetzung der Mannschaften Strukturen der alten Vereine aufwies. Unter Beteiligung einiger MHCisten bildete sich eine spielstarke Damen- und Herrenmannschaft im Süden Berlins, an deren Entwicklung Gerhard Konzack starken Anteil hatte. Hier liegt auch die Keimzelle zur Wiedergründung des MHC.

Im Oktober 1947 begannen im Bezirksamt Tempelhof die Planungen für den Bau von zwei Feldhockeyplätzen in der Bosestraße und im Volkspark Mariendorf. Nachdem die Alliierten die Zulassung von Sportvereinen am 5. Oktober 1949 genehmigt haben gründeten 15 Berliner Hockeyvereine den „neuen/alten“ Berliner Hockeyverband, der ab dem 03 .Januar 1950 seine Tätigkeit im Großraum Berlin aufnehmen durfte. Der neue Verband sah sich auf Grund unterschiedlicher räumlicher Zuständigkeiten nicht in direkter Nachfolge des alten Verbandes. Aber auch in Mariendorf war man nicht untätig. Gerhard Konzack lud alle MHCisten zur ersten Nachkriegszusammenkunft am 18.03.1950 im Lokal Hackmann ein. Auf diesem ersten Treffen wurde beschlossen, die Wiedergründung des MHC unverzüglich zu beantragen. Als sog. Lizenzträger stellten sich die Kameraden Joachim Arnhold, Gerhard Konzack, Erwin Leue, Heinz Manstel und Kasimir Wagner zur Verfügung. Bereits am 10. Juni 1950 fand eine Versammlung zum Zweck der Wiedergründung und die Wahl eines neuen Vorstandes statt. Der monatliche Mitgliedsbeitrag betrug DM 1,50. Trainiert wurde vorerst auf dem Sportplatz an der Markgrafenstr., bis am 22. Juli 1950 der Sportbetrieb im Volkspark Mariendorf wieder aufgenommen werden konnte. Im August 1950 fanden beim HC Argo sog. „Eröffnungsspiele“ statt, an denen der MHC mit 3 Mannschaften teilnahm. Für die Spielsaison1950/51 wurden zu den Verbandsspielen je eine Damen-/Herren und eine weibliche Jugend B und männliche Schülermannschaft gemeldet. Die nachstehen Übersicht zeigt die Klassenteilung der Spielsaison 1950/51 und ist auch gleichzeitig eine Bestandsaufnahme der zu diesem Zeitpunkt wieder aktiven Hockeyvereine in dem noch ungeteilten Berlin.

Klasseneinteilung der Spielsaison 1950/51


Herren LigaHerren 1. KlasseHerren 2. KlasseDamen Liga
BSCVfL NordFalkenseeBrandenburg
NSFWeißenseeSchwarz-WeißFüchse
BHC1. Spandauer HCLTSVZehlendorf
BrandenburgBSG GlühlampenwerkRot-WeißSCC
ZehlendorfSiemensstadtMHCNSF
SCCFüchseVfL Nord
BSVArgoPSC
Blau-WeißLichtenbergBlau-Weiß
Dammen 1. KlasseSchüler Gr. Bweibliche Jugend Gr. B
BSG GlühlampenwerkArgoArgo
Rot-WeißBlau-WeißBlau-Weiß
SiemensstadtLTSVBrandenburg II
WeißenseeFüchseMHC
TSV 58VfL NordVfL Nord
ArgoRot-WeißRot-Weiß
MHCSchwarz-WeißTSV 58
1. Spandauer HC
MHC

 

Die Damenmannschaften sind unverändert in die Liga und 1. Klasse unterteilt, bei den Herren gibt es neben der Liga eine 1. und 2. Klasse. Zu diesem Zeitpunkt nehmen noch Mannschaften aus allen Berliner Sektoren an den Meisterschaftsspielen teil. Im März 1951 wird der MHC als „e.V.“ in das Vereinsregister beim Amtsgericht Charlottenburg eingetragen. Am 04.08.1951 wurde der Gründer und „treibende Motor“ Heinz Dressel mit der ersten Goldenen Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet.

Anlässlich des 20jährigen Bestehens fanden am 19.8.1951 ein Jugendturnier und eine Woche später Werbehockeyspiele mit 3 Mannschaften der BSG Post Cottbus und Berliner Vereinen statt. Den Abschluß der Jubiläumsfeiern bildete das 20jährige Stiftungsfest in den Festsälen des Fruchthofes. Die Nachkriegsentwicklung des Clubs wird durch die Zugänge der Kameraden Heinz Burkart, Kurt Kolliski, Gerhard Kaddatz und Erwin-Fred Schulz positiv beeinflusst.

Schwierigkeiten muss es in dieser Zeit mit der Platzbelegung im Volkspark Mariendorf gegeben haben. So berichtet „Berliner Hockey“ in seiner Ausgabe 2/51: bei Spielen im Volkspark Mariendorf ist unbedingt die Anfangszeit genau einzuhalten. Das Spiel MHC – Argo wurde auf Initiative der Fußballer von Helgoland 97 mit Hilfe eines Überfallkommandos vorzeitig beendet.

In diesem Jahr erschien auch die erste Clubinformation unter dem Namen „Kleeblatt“. Mit einer Damen- und Herrenmannschaft unternahm der Club nach 1945 die erste Reise nach Helmstedt. Ab September 1952 bildeten die Ostberliner Mannschaften eine eigene Bezirksklasse, die Teilung der Stadt hatte nun auch den Hockeysport erreicht.

Berichtet wird von einem gelungenen Kostümfest im Haus Buhr am 27.2.1952. Die Jahre 1953 und 1954 verzeichnen bis auf die Meisterschaft der Jugend in der Gruppe B keine weiteren sportlichen Höhepunkte. Interessant ist die Einführung eines „Sparmarkensystems“ von DM 1,– bis DM 5,– mit dem die reiselustigen Mitglieder ihre zukünftigen Unternehmungen finanzieren wollen. 1953 wurde Kasimir Wagner Ehrenmitglied des Vereins. Bereits von 1936 bis 1939 im Vorstand tätig, war Kasimir Wagner von 1950 bis 1953 1. Vorsitzender des Vereins.

In der Saison 1954/55 wurde die Jugend Staffelsieger in der Gruppe B und legte mit dieser Mannschaft den Grundstein für den Erfolg der nächsten Jahrzehnte.

Im Herrenbereich zeichneten sich 1955 erste Spannungen zwischen den älteren Spielern und der nachrückenden Jugend ab. In dieser Zeit gelang es besonders dem Spielführer Erwin-Fred Schulz die Mannschaft zusammen zu halten. Das Jubiläumsjahr 1956 leitete neben den großen Sorgen um den Zusammenhalt im Verein letztendlich eine Wende ein, welche die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre in eine aussichtsreiche Zukunft umsetzen konnte. Eine der Grundlagen bildete die Berliner Meisterschaft der männlichen Jugend A und eine Hockeyreise zum 11. Internationalen Pfingsthockey-Turniers des HC Limburg.

Heinz Dressel Anfang der 50er Jahre
Gruppenfoto (Damen) zum Jubiläum

?, Arnhold*, Ilse Burkart, ?, Luzie Dressel,
Schütz*, Born*, ?, ?, Erna Ziemann, Lotti Dohndorf, ?, ?, ?,
?, ?, Edith Heinemann, Eckert*, Wagner*, Wagner*, Wagner, ?,
Gruppenfoto (Herren) zum Jubiläum

?,?, Heinz „Mäcki“ Burkart, ?, ?, Otto Sommer, Joachim Arnhold,
Rudi Fehrmann*,?,?, Gerhard Rotkegel, ?,?,?, Erwin-Fred Schulz,
Kasimir Wagner, Heinz Dressel, Gerhard Konzack, Erich Heinemann, Willi Wall
MHC – Mädchen 1951/52

Klötz, Christel Malchow, Wagner, Inge Korthals, Gisela Schmidt (Janza),
Greulich, Kleinschmidt, Kaiser, Schaefer, Renate Maronde, Brockmann,
Trainer/Betreuer: Dressel, Heinz
Aufstieg in die 1. Klasse 1951/52

Gerhard Dohndorf, Joachim Arnold, Kurt Kolliski, Erwin-Fred Schulz, Malchow,
Otto Sommer, Fritz Vohrer, Lothar Dressel, Hans Brätsch, Walter Jahn, Gerhard Kaddatz
MHC – Jugend 1954/55

Hans-Joachim Plöger, Hans Baumann, Bodo Jander, Manfred Kaddatz,
Wolfgang „Raste“ Arnold, Udo Jander, Niels Hornung, Hubert Mainka,
Klaus Traeger, Norbert Rüssau, Winfried Mehnert

Die Mannschaft:

Wolfgang „Raste“ Arnold, Hans Baumann, Lutz Berlinicke, Hartmut Dressel, Bodo Jander, Udo Jander, Loesch, Heinrich Mainka, Winfried Mehnert, Hans-Joachim Plöger, Norbert Rüssau, Uwe Schröder, Klaus Traeger, Trainer/Betreuer Heinz Dressel

Der auf der Jahreshauptversammlung neu gewählte Vorstand musste auf die jahrelange Erfahrung und Praxis verdienter Mitglieder verzichten, war aber auch bereit, neue Wege zu gehen.

Unter diesen Rahmenbedingungen beging der Verein sein 25 jähriges Jubiläum mit einer Gründungsfeierstunde im Clublokal Knoll (04.08.1956), einem Jugendturnier (19.08.1956), einem Ball im Lindenhof (25.08.1956) und einem großen Internationalen Turnier im Volkspark (Mariendorf (26.08.1956). Mit den sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten zu diesem Anlass, besonders durch die Teilnahme einer englischen Armee-Auswahl, gelang es dem MHC, sich weit über die Grenzen Berlins einen Namen zu machen.

n der Ausgabe 9/1956 des „Berliner Hockey“ werden zum ersten Mal 2 Schülermädchenmannschaften der 2.O.P.Z. in Mariendorf aktenkundig. Dies dürfte die Geburtsstunde unseres Engagements im Schulhockey durch gewesen sein. 1956 ist das Jahr, in dem der Club einen großen Teil seiner Probleme durch neuen sportlichen und gesellschaftlichen Zusammenhalt löste, einen Generationenwechsel einleitet und den Grundstein für die folgenden erfolgreichen Jahre legen konnte. Zu diesem Zeitpunkt zählte der Club 64 aktive, 19 passive und 68 Jugendmitglieder.

Der Vorstand im Jubiläumsjahr

Heinz „Mäcki“ Burkart, Erwin-Fred Schulz, Lutz Paulus, Fritz Vohrer, Günther Schiefner
Der Kapitän der englischen Soldatenauswahl

tauscht mit „Schulli“ die Wimpel
CUS-Trieste – MHC 2:0

Erich Heinemann, Wolfgang „Raste“ Arnold, Hubert Mainka, Fritz Vohrer, Udo Jander,

Winfried Jorzeck, Tamberg, Chemnitz, Erwin-Fred Schulz, Klaus Rochel,

Uwe Schröder, Lutz Paulus
Die Sieger – Mannschaft des MHC mit Betreuer, Vorstand und engsten Clubangehörigen

Gerhard Kaddatz, Heinrich Mainka, Wolfgang „Raste“ Arnold, Joachim Arnhold,

Liebnitz, Uwe Schröder, Jürgen Lankau, Lothar Dressel, Erwin-Fred Schulz, Fritz Vohrer,

Fritz Räther, Hubert Mainka, (nicht im Bild Trainer/Betreuer: Gerhard Dohndorf, Udo Jander)
Der MHC – Vorstand 1966

Erwin-Fred Schulz, Heinz Rienow, Heinz „Mäcki“ Burkart
1. Damen Aufstieg in die Hallenoberliga 1966/67

Rosemarie Klose, Irmtraut Schuldt, Annegret Schröder, Jutta Ulrich, Stadtrat Udo Keil, ?,

Gabi Misch, Heidi Reinsch Hannelore Lehmann, Inge Kutschick, Siebner (BA),

Monika Neufert, Erwin-Fred Schulz, (nicht im Bild Trainer/Betreuer: “Joschi“ Neitzel)

Siegerehrung durch das Bezirksamt Tempelhof im Blau-Weiß-Kasino
Richard Ritscher, Jürgen Kuntze, Klaus Kolliski, Wolfgang „Weller“ Ulrich, Udo Jander, Wolfgang „Raste“ Arnold, Manfred Kuntze, Heinz Rienow, Heinrich Mainka.

Betreuer: Erwin-Fred Schulz

Uwe Schröder, Winfried Mehnert,

Hartmut Ritscher, Bodo Jander Jörg Baethge
Nach dem Entscheidungsspiel

Richard Ritscher, Jürgen Kuntze, Bodo Jander, Uwe Schröder, Wolfgang „Raste“ Arnold,

Heinrich Mainka, Wolfgang Misch, Winfried Mehnert, Udo Jander, Heinz „Mäcki“ Burkart,

Erwin-Fred Schulz, Heinz Dressel, Hartmut Ritscher, Jörg Baethge, Hubert Mainka, Wolfgang „Weller“ Ulrich,

(nicht im Bild Manfred Kuntze, Rainer Misch, Erhardt Rothe)
Rudolf Orlob, Siebner (BA), Wolfgang Misch, Wolfgang „Raste“ Arnold, Rainer Misch.

Roland Gutt, Dieter Schmitt, Bodo Jander, Lars Friedrich, Hartmut Ritscher,

Siegmund Jarosch (BA), Reinhard Jahnke, Udo Jander, Erhardt Rothe
Mädchen B Berliner Meister (Feld) 1975/76

Trainer Rainer Misch, Silvia Briesemeister, Gudrun Offermanns, Sabine Barth, Christine Rahn,

Betreuerin Ilona König, Bettina Schmiede, * , *, *, Daniela Miethe, Birgit Matz,

(nicht im Bild Sabine Kühn)

* Kerstin Haas, Dagmar Schüßler, Birgit Winterfeld, Juliane Woy
Knaben C Berliner Meister (Feld) 1975/76

ohne Zuordnung

Oliver Baethge, Oliver Bingel, Olaf Ciakowski, Stefan Enge, Carsten Forbrich, Ullrich Grashold, Malte Hageböcker, Hartmut Keil, Axel Kröger, Carsten Kuntze, Torsten Paetzold, Andreas Raddatz, Matthias Raddatz, Christian Schefter, Axel Schmiede, Clas Uthoff, Trainer/Betreuer: Jörg Baethge
Knaben A Berliner Meister (Halle und Feld) 1975/76

Knut Briesemeister, Stefan Kollar, Norman Menzel, Uwe Köppen,

Trainer/Betreuer: Peter Bartlewski, *, Peter Wermund, Stephan Möhrle, Detlef Styn, Andreas Anker,

Heiko Engemann, Thomas Bartsch, Gerhard Brehmert, *, Stefan Gumlich, Christian Ettinghausen, Helmut Keil,

* Torsten Grünke, Christian Vieth
Siegerehrung beim Bezirksamt Tempelhof

Harald Pirsch, Erhardt Rothe, Rudolf Orlob,

Hans-Peter Steffens, Frank Wulf,

Lutz Wittich, Uwe Schröder (Trainer), Rainer Misch, Udo Jander, Lars Friedrich,

?, Siebmund Jarosch, Wolfgang „Raste“ Arnold, Norman Menzel, Udo Keil, Friedrich W. Reinhardt (BA)
Jugend A Hallensaison 1978/79

Frank Wulf, Trainer/Betreuer: Peter Bartlewski, Andreas Anker, Norman Menzel,

Uwe Köppen, Christian Ettinghausen, Peter Wermund, Erwin-Fred Schulz, Axel Körsten, Stefan Kollar,

Thomas Bartsch, Jörg Woischnig, Frank Trippler, Knut Briesemeister,

(Heiko Engemann und Betreuerin Inge Kutschick nicht im Bild)

Die kontinuierliche Weiterentwicklung 1957 bis 1981

1957 wurde ein neuer Vorstand gewählt, der den eingeschlagenen Weg konsequent weiter beschritt.

Beendet wurde das Geschäftsjahr mit der ersten Auslandsreise des MHC im Mai 1957. Insgesamt 28 MHC-isten begaben sich auf diese Fahrt, die über München nach Triest, Venedig und Bologna führte.

Diese Reise begründet auch die Freundschaft zur TuS Pasing-Obermenzing München, welche die Basis für eine jahrelange sportliche und gesellschaftliche Verbundenheit bildete. Die weiter ausgedehnte Reisetätigkeit nach München, Ulm/Zürich und Flensburg führte zur Anschaffung einer Clubjacke, die zu diesen Anlässen getragen wurde. Die männlichen Junioren errangen den Berliner Meistertitel in der Hallensaison 1956/57der aber, eine Kuriosität, in einem aus Werbegründen während des Internationalen Hallenturniers neu angesetzten Endspiels gegen den Spandauer HTHC wieder verloren ging. Weiterhin bezog der Verein mit der Gaststätte Berger im Hochhaus an der Rixdorfer Str. ein neues Clublokal. Im Dezember ernannte der Vorstand den jahrelangen Spielführer der 1. Herren Erwin-Fred Schulz zum Ehrenspielführer.

In der Saison 1957/58 errang der MHC seinen bisher größten sportlichen Erfolg, den Aufstieg der I. Herren in die höchste Spielklasse die Berliner-Hockey-Liga, die gleichzeitig auf 12 Mannschaften in zwei Gruppen erhöht wurde.

Zusätzlich wurden die II. Herren Meister in ihrer Spielklasse. Über die folgenden Jahre liegen nur sehr wenige Informationen vor.

Am 16.05.1959 verstarb nach langer Krankheit der langjährige Sport- und Jugendwart und organisatorischer Leiter vieler Veranstaltungen Gerhard Dohndorf. Ungebrochen ist in dieser Zeit die Reiselust der MHC-isten u.a. nach Kopenhagen und den vielen Begegnungen mit der TuS Pasing-Obermenzing in München. In der Saison 1959/60 erreichten die 1. Herren die Endrunde um die Berliner Hallenhockeymeisterschaft und belegten dabei den 4. Platz. Dieser erstmalige bekannte Erfolg einer Hallenmannschaft des MHC wird an dieser Stelle zum Anlass genommen, näher auf die Entwicklung – soweit bekannt – des Hallenhockeys einzugehen. Wie bereits berichtet, fanden schon ab 1940 Hockeyspiele in der Halle statt. Über die weitere Entwicklung in der Nachkriegszeit ist nicht so viel erfahren, allerdings dürfte auch hier die Initiative von den Berliner Hockeyvereinen und dem Berliner Hockeyverband ausgegangen sein. So berichtet „Berliner Hockey“ von inoffiziellen Meisterschaften in den Jahren 1950 bis 1953, die vor teilweise über 1000 Zuschauern im amerikanischen „Madison Square Garden“ in Lichterfelde ausgetragen wurden. Positiv dürfte sich auch die Eröffnung der Schöneberger Sporthalle im März 1954 auf die weitere Entwicklung ausgewirkt haben. Die erste offizielle Meisterschaft wurde 1956 mit einem System von Hallenturnieren ausgespielt, über die sich alle Mannschaften für die Endrunde qualifizieren konnten. Gleichzeitig fanden aber auch auf gefrorenen und verschneiten Plätzen die Feldspiele der laufenden Saison statt. Seit 1956 war die Schöneberger Sporthalle Schauplatz eines Internationalen Turniers, das man durchaus als „inoffizielle Weltmeisterschaften“ bezeichnen konnte.

Die Dominanz der Berliner Stadtmannschaften bei diesen Turnieren spiegelt die Spielstärke, aber auch die Bedeutung des Hallenhockeys im Berliner Hockeyleben wieder. Mit Einführung der Deutschen Meisterschaften 1962 wurde Hallenhockey endgültig etabliert und in den Landesverbänden gemäß den Klasseneinteilungen analog der Feldsaison ausgetragen. Die 1. Damen werden in die 1. Klasse (nähere Unterlagen liegen dazu nicht vor) eingeteilt, die 1. Herren spielen in der höchsten Spielklasse, der Liga.

Mit 3 Mannschaften vom TuS Pasing-Obermenzing standen die Gäste aus München im Mittelpunkt des Turniers zu Pfingsten 1960. Neben einem Ehrenabend für unsere Freunde aus der bayerischen Landeshauptstadt und einem Pfingstkonzert wurde der 1. Vorsitzende Fritz Gerstung mir der Silbernen Ehrennadel des MHC ausgezeichnet.

Das 30jährige Jubiläum beging der MHC mit einem Pfingsthockeyturnier und einem Festball im Lindenhof. 1961 kommt Hartmut Ritscher mit der Berliner Nachwuchsauswahl in das Endspiel um den Franz-Schmitz-Pokal (0:2 gegen Hessen). Am 25.12.1961 fand der erste Weihnachtsfrühschoppen der 1. Herren, ausgerichtet von Otto Sommer statt. 1962 nahmen 2 Herrenmannschaften, eine männliche Junioren und jeweils eine weibliche und männliche Schülermannschaft an den Verbandsspielen teil. Zum dritten Mal hintereinander erreichten die 1. Herren in der Berliner Hallenhockeymeisterschaft die Endrunde, der vierte Platz wird als Erfolg gewertet. Und es wurde weiter gereist, nach Köln und Duisburg zu Ostern 1962, nach München und Peine. Für die Feldsaison werden die Spielklassen der Damen und Herren neu eingeteilt in:

Liga  = Oberliga

  1. Klasse = Liga
  2. Klasse = 1. Klasse

1963 spielte der MHC am Neujahrstag Fußball gegen den BHC, ein „Vergnügen“ dass noch einige Jahre bestand hatte, bis es, wie viele Aktivitäten jenseits des Hockeysports irgendwann ohne besondere Gründe in Vergessenheit geriet. Die guten Kontakte zu den Englischen Alliierten konnten weiter gepflegt werden und Ostern 1963 wurde gegen eine Studentenmannschaft aus Oxford im Volkspark 4 : 1 gewonnen. 1964 folgte eine Reise nach Bremen.

Ab der Saison 1963/64 wurde die Feldoberliga wieder auf 8 Mannschaften verkleinert und der MHC steigt ab;

in der Saison 1964/65 gelingt aber der sofortige Wiederaufstieg in die Oberliga. In der Halle muss die 1.Herrenmannschaft in der Saison 1964/65 in die Liga absteigen, erreicht aber auch hier 1965/66 die Rückkehr in die Oberliga. Mitte der 60er (wahrscheinlich in der Saison 1964/65) Jahre erreichten die 1. Damen den Aufstieg in die Feldoberliga. Auf Grund der dünnen Spielerdecke wurde die Mannschaft aber aus der laufenden Saison wieder zurückgezogen. Genauere Daten hierzu fehlen leider. Trotz aller sportlichen Erfolge der Männermannschaften schien zu Beginn der 60er Jahre die Entwicklung des Vereins zum Stoppen gekommen zu sein. Dafür sprechen auch die wenigen schriftlichen Aufzeichnungen, die aus diesem Zeitraum vorliegen. Besonders die Jugendarbeit wurde in diesen Jahren völlig vernachlässigt. 1964 nahmen keine Jugendmannschaften des MHC am Spielbetrieb teil. Erst 1964/65 begannen Erwin-Fred Schulz und Klaus Kolliski mit dem Aufbau einer männlichen Jugendmannschaft. Obwohl dieser zusammengewürfelte Haufen aufgrund einer sehr unterschiedlichen Altersstruktur und laufenden Umbesetzungen als Jugend- oder Juniorenmannschaft nie zu sportlichen Ehren gelangte, bildete der „Überlebenswille“ im MHC von Roland Gutt, Rainer und Wolfgang Misch und Erhardt Rothe, doch einen „harten“ Kern, der für den Fortbestand der Männermannschaften in den 70ern sehr wichtig wurde. Um so mehr sprechen die vorhandenen Fotografien für eine Reihe von gesellschaftlichen Höhepunkten und diversen Vergnügungsreisen mit „eingeschränkten“ sportlichen Aktivitäten. Besonders die Verbundenheit zur TSG Pasing München kommt in vielen gegenseitigen Besuchen zum Ausdruck. 1966 verstarb der Mitinitiator dieser Clubfreundschaft und langjährige 1. Vorsitzende des Münchner Vereins Fritz Gerstung.

In den 60er Jahren kam Udo Jander auf ca. 15 Einsätze in der Berliner Stadtauswahl. Diese Spiele hatten zu diesem Zeitpunkt einen wesentlich höheren Stellenwert als heute, oftmals wurden sie gegen die National-mannschaften anderer Länder ausgetragen. Erste Erwähnung fand auch der Zustand des Rasenplatzes im Volkspark Mariendorf in der Berliner Presse. Ob der darin bezeichnete „sogenannte Hockeyrasen“ in einem Punktespiel der 1. Herren gegen den amtierenden Deutschen Meister BHC ausschließlich für das Ergebnis von 0 : 0 verantwortlich war, sei aber dahingestellt.

Mit den sportlichen Erfolgen in der Hallenhockeysaison 1966/67 wird auch das Archiv wieder auskunftsfreudiger. Die 1. Damenmannschaft wurde Meister der Liga und steigt in folgender Besetzung erstmalig in die Hallenoberliga (höchste Berliner Spielklasse) auf.

Die 1. Herrenmannschaft erreichte die Endrunde der Berliner Meisterschaft und beendet diese mit einem 3. Platz. Die Situation im Jugendbereich hatte sich weiterhin nicht gebessert. Zu unterschiedlich war der Leistungstand in der Jugend, einige Spieler wurden schon in den Männermannschaften eingesetzt, während andere noch im Alter der Jugend B die Jugend A zahlenmäßig auffüllten. Die neu gegründete Knaben A befand sich noch in der ersten Lernphase.

Ab 1.4.1967 bezog der Verein sein neues „altes“ Clublokal Rahn. In der Hallensaison 1966/67 zeigte die 1.Herrenmannschaft zum damaligen Zeitpunkt eines ihrer besten Spiele und schlägt den BHC völlig unerwartet mit 7 : 4. Die 1. Damen konnten in der Halle ihren Erfolg nicht festigen und stiegen in der Saison 1967/68 wieder in die Liga ab, der Wiederaufstieg 1968/69 belegt aber das grundsätzliche Potential der Mannschaft.

Da sich die Lage im Jugendbereich weiter verschlechtert hatte, wurde der neue Jugendleiter Peter Bartlewski 1969 beauftragt, die Möglichkeiten von Werbemaßnahmen in den Schulen zu prüfen und durchzuführen. Aus heutiger Sicht bestand zu diesem Zeitpunkt die letzte Möglichkeit den sportlichen Erfolg der erwachsenen Mannschaften in der Zukunft kontinuierlich abzusichern. Mit diesen Maßnahmen wurde der Grundstein des Erfolges der späteren Jahren, wie wir noch sehen werden, gelegt.

Die Hallensaison 1969/70 endete enttäuschend mit dem Abstieg der Damen und Herren aus der Hallenoberliga.

Dagegen konnte der MHC in der Feldsaison 1969/70 seinen bisher größten sportlichen Erfolg feiern:
die 1. Herrenmannschaft errang in folgender Besetzung den ersten Berliner Meistertitel im Erwachsenenbereich für den MHC.

Die Mannschaft, die zum großen Teil 15 Jahre zuvor Berliner Jugendmeister geworden war, überraschte mit einem Durchschnittsalter von rund 30 Jahren die Berliner Konkurrenz. Bis zum letzten Spiel war der Ausgang der Meisterschaft offen und mit einem 2 : 0 Sieg, durch zwei Tore von Uwe Schröder, konnten die NSF mit einem Punkt Abstand auf Distanz gehalten werden. Damit beerbte der MHC den langjährigen Meister BHC, der im Vorjahr sich durch den Berliner Titel für die neu geschaffenen Bundesliga (Feld) qualifiziert hatte. Auf die sich anschließende Bundesligaaufstiegsrunde verzichtete der MHC z.G. der NSF aus Gründen, die Bernd Wertmann in der Wochenzeitung des Deutschen Hockeysports sehr treffend zum Ausdruck brachte:

Verzichtet auf die Aufstiegsrunde hat der Mariendorfer HC, der zum ersten Male den
Berliner Meistertitel errang. Die Begründung ist sehr interessant und tragisch zugleich.
Der Club, der als einzige Sportart Hockey betreibt und nur 80 Mitglieder hat, sieht sich
außerstande, die erheblichen Reisekosten aufzubringen, die mit einer Zugehörigkeit
zur Bundesliga verbunden sind. Außerdem ist es den Spielern aus beruflichen Gründen
unmöglich, die für solche Reisen erforderliche Freizeit zu opfern. So sieht eine andere
Seite des Problems „Bundesliga“ aus. Man sollte diesen Vorfall nicht mit einer
Handbewegung abtun.

In der Saison 1969/70 wurde der Platz im Volkspark wegen seines schlechten Zustandes gesperrt, die 1.Mannschaften mussten teilweise auf den Platz des OSC in Schöneberg ausweichen oder ganz auf das Heimrecht verzichten. 1970 gehörten dem Verein rund 100 Mitglieder an, insgesamt nahmen 2 Herren-, 1 Damen- und 1 Knabenmannschaft(en) an den Meisterschaftsspielen teil. Dafür zeigen sich aber die ersten Erfolge in der Jugendwerbung. Im Schulhockeybereich spielten 60 Jungen und 12 Mädchen und der Verein rechnete mit dem Aufbau von ein bis zwei Mannschaften.

Rechtzeitig im Jubiläumsjahr gelang der 1. Damenmannschaft 1970/71 der Wiederaufstieg in die Oberliga (Halle).

Was von vielen „Hockeyspezialisten“ noch vor einem als Zufallsprodukt abgetan wurde, wiederholte sich in der Feldsaison 1970/71. Die 1. Herren konnten ihren Meistertitel aus dem Vorjahr verteidigen. Die Mannschaft, in der nun auch schon einige Nachwuchsspieler eingesetzt wurden, lag mit den NSF zum Abschluss punktgleich an der Spitze, das Entscheidungsspiel im Berliner Olympiastadion wurde durch eine von Uwe Schröder verwandelte Strafecke mit 1 : 0 gewonnen.

Diesmal wagte der Verein das Risiko, auch unter sportlichen Gesichtspunkten an den Bundesliga-Aufstiegsspielen teilzunehmen. Obwohl der MHC in sportlicher Hinsicht nicht „unterging“, wurden nicht nur in finanzieller Hinsicht die beschränkten Möglichkeiten eines kleinen, nur eine Sportart betreibenden Clubs sehr deutlich aufgezeigt. Gegen die teilweise mit aktuellen Nationalspielern antretenden Gegner erzielte die Mannschaft folgende Ergebnisse:

SC Sachsenhausen-Forsthausstraße – MHC 4 : 0

MHC – HG Nürnberg 1 : 3

TG 1846 Frankenthal – MHC 2 : 0.

Anlässlich des 40jährigen Jubiläums fand zu Pfingsten 1971 ein Turnier im Volkspark Mariendorf statt, an dem neben dem LTSV aus Berlin Mannschaften der TuS Pasing München und dem Kölner Hockey- und Tennis-Club teilnahmen. Der Schwerpunkt des Turniers lag aber eher bei den gesellschaftlichen Aktivitäten und fand seinen Höhepunkt auf dem Jubiläumsball im Prälaten Schöneberg.

Die Serie sportlicher Erfolge findet ihre Fortsetzung in der Hallensaison 1971/72. Die 1. Herren werden Meister der Landesliga und kehren in die Oberliga zurück. Die 1. Damen entwickeln sich in der Halle zu einer „echten Fahrstuhlmannschaft“ und steigen in die Liga ab. Besonders erfreulich ist aber an erster Stelle die Entwicklung im Jugendbereich. In der Nachwuchsarbeit steht der MHC mittlerweile mit an der Spitze des Berliner Hockey-Verbandes. Neben den weiterhin laufenden Bemühungen im Bereich Schulhockey, meldete der MHC zwei Knaben A und B, sowie eine Mädchen B. Diese Mannschaften gehören in ihrer jeweiligen Altersklasse zu den Spitzenteams.

In der vom Kam. Rienow durchgeführten Sportabzeichen – Aktion wird der MHC als bester Hockey-Club Berlins ausgezeichnet. Nicht so erfreulich sind die Nachrichten aus dem Volkspark. Der weiterhin schlechte Zustand unseres Platzes wird vom Vorstand zum Anlass genommen, wiederholt beim Bezirksamt Tempelhof vorstellig zu werden. Die ständig wachsende Mitgliederzahl macht u. U. sogar eine weitere Sportanlage notwendig, große Hoffnungen auf Abhilfe können wir uns aber zu diesem Zeitpunkt nicht machen.

Bereits in der Hallensaison 1972/73 gelingt der 1. Herren als Aufsteiger in die Oberliga eine faustdicke Überraschung. Mit nur einer Niederlage wurde die um etliche Spieler verjüngte Mannschaft zum ersten Mal Berliner Meister in der Halle:

Auch wenn bei der Bundesligaaufstiegsrunde in Kassel nur der letzte Platz erreicht wird (drei Mannschaften mit 2 : 6 Punkten), machte unsere Mannschaft bei sehr knappen Ergebnissen eine gute Figur. Gegen den mit einigen Nationalspielern antretenden KKHT Schwarz-Weiß Köln wird mit 5 : 8, gegen den Club an der Alster mit 5 : 7 verloren. Der 7 : 6 Erfolg gegen den 1. Kieler THC verwandelt die Halle in ein Tollhaus, da der große Favorit Köln erst durch dieses Ergebnis in die Bundesliga aufsteigt. Das für den Sieg über Kiel versprochene 500l Fass Bier ist leider nicht eingetroffen. Mit einer Meisterschaftsfeier im Haus Bohm wurde diese Leistung gebührend gefeiert. Den sportlichen Erfolg der Hallensaison komplettierte der Wiederaufstieg der 1. Damen in die Oberliga. Nach der Berliner Hallenmeisterschaft wirkte der Abstieg der 1. Herren aus der Feldoberliga mehr als ernüchternd. Während die Harmonie der Mannschaft ausschlaggebend für den Meistertitel war, brachen im Feld Differenzen zwischen alt und jung auf, die nicht mehr geglättet werden konnten. Auch die Vernachlässigung der Jugendarbeit in den sechziger Jahren zeigte sich jetzt immer mehr und für eine erfolgreiche Feldsaison reicht die vorhandene Spielerdecke noch nicht aus. Trotzdem gab es weiter positives zu melden. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte übersteigt die Anzahl der Jugendlichen die der Erwachsenen. Werbung in den Mariendorfer Schulen und die ersten sportlichen Erfolge lassen uns hier hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. 1973 ernannte der Vorstand Heinz Dressel zum Ehrenmitglied.

Der Mitgliederbestand Ende 1973:

Erwachsene (aktiv)                  53 Damen und Herren

Erwachsene (passiv)               18 Damen und Herren

Jugendliche (7 – 14 Jahre)    98 weiblich und männliche

die in drei Herrenmannschaften, einer Damenmannschaft und jeweils vier Mädchen- und Knabenmannschaften am Spielbetrieb teilnahmen.

Obwohl diese Entwicklung sehr erfreulich war, stellten die über 150 Mitglieder den Club vor neue, bisher nicht bekannte Probleme bei den administrativen Aufgaben, sowie im Training und in der Betreuung. Die Zeiten, wo alle Geschicke des Clubs von einem kleinen Kern der Vorstandsmitglieder bestimmt und geleitet wurden, waren vorbei. Neben dem Vorstand wurden immer mehr Kameradinnen und Kameraden in den gesamtem Sportbetrieb integriert und erhielten für ihren Aufgabenbereich entsprechende Kompetenzen. Weiterhin große Sorgen bereitete der Zustand unseres Platzes im Volkspark, aber wenn hierfür schon keine finanziellen Mittel zur Verfügung standen, war an eine weitere Sportanlage natürlich überhaupt nicht zu denken. So mussten wir teilweise unsere erfolgreichen Neuwerbungen reduzieren und konnten sogar den am Hockey interessierten Nachwuchs keine ausreichenden Trainings- und Spielmöglichkeiten bieten. 1974 wurde von Peter Bartlewski und Volker Fischer insbesondere für Nichtmitglieder eine Freizeitsportgruppe ins Leben gerufen. Diese sollte nicht als Konkurrenz zum Hockeysport, sondern als Ergänzung für Eltern und verdient in den Hockeyruhestand getretene Sportlerinnen und Sportler angesehen werden. Weiterhin wurde der Club durch Heinz Rienow in der Sportabzeichen-Aktion als bester Hockeyverein geehrt. Gemessen an unserer Mitgliederzahl erreichten wir Rang zwei aller Berliner Sportvereine. Die sportliche Bilanz im Damen- und Herrenbereich verlief durchwachsen, die Damen konnten überraschend den Klassenerhalt in der Hallensaison 1973/74 halten und scheiterten als zweite knapp am Aufstieg in die Oberliga (Feld), die Herren konnten nicht an den letzten Erfolg anknüpfen und belegten den 6. Platz in der Hallenoberliga und Rang 5 in der Feldverbandsliga.

Um so erfreulicher verlief die sportliche Entwicklung im Jugendbereich. In der Feldsaison 1973/74 wurde der MHC mit folgender Mannschaft Berliner Meister der Knaben A und Dritter der Hallenrunde:

Thomas Bartsch, Andreas Dangeleit, Matthias Fritze, Uwe Hopf, Thomas Jaszczuk,

Wolfgang Klette, Uwe Köppen, Michael Kollar, Wolfram Passlack, Udo Pieper,

Harald Pirsch, Torsten Seidel, Andreas Urban, Lutz Wittich, Jörg Woischnig, Frank Wulf, Trainer/Betreuer: Volker Fischer

Ausschließlich Spieler des MHC erreichten mit der Luise-Henrietten-Oberschule einen Meistertitel in der Halle in der Berliner Schulmeisterschaft.

Den gesellschaftlichen Höhepunkt bildete 1974 eine Reise mehrerer Mannschaften nach Apeldoorn (Holland).

In der Feldsaison 1974/75 gelingt der 1. Herren allerdings nur für eine Saison die Rückkehr in die Oberliga.

Die jahrelangen Bemühungen um eine zweite Platzanlage beginnen zu wirken. Das Bezirksamt Tempelhof bestätigt eine Etatposition von DM 500.000,- für einen Hockeyplatz in der Markgrafenstr. 1977 soll mit der Errichtung begonnen werden. Während der Austragung der Damenhockey-Weltmeisterschaft (Titelgewinner Deutschland) wird die Nationalmannschaft von Österreich durch den MHC betreut. Die dabei zu Stande gekommenen Kontakte führten zu einer Reise der weiblichen Jugend und der Jugen A nach Wien.

Für ihre langjährige Mitgliedschaft, ihren sportlichen Einsatz und die Mitwirkung in den unterschiedlichsten ehrenamtlichen Aufgaben wurden 1975 Ilse Burkart, Lucie Dressel, Ursula Kolliski, Erna Ziemann und Gerhard Konzack mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

Die in den letzten 5 Jahren intensivierte Jugendarbeit schlug sich im Gewinn von vier Berliner Meisterschaften nieder:

Darüber hinaus gewannen ausschließlich Mädchen und Jungen des MHC zwei Schulmeisterschaften mit der Ludwig-Heck- und Luise-Henrietten-Schule. So überragend diese Erfolge waren, zeigten sich aber wieder einmal die Grenzen eines kleinen Vereins in Punkto Betreuer- und Trainerkapazitäten. Ein selbst auferlegter Eintrittsstopp für Jugendliche machte einen Aufbau jüngerer Jahrgänge unmöglich. Anlässlich eines kleinen Jubiläumsturniers (45 Jahre) kommt es zum Wiedersehen mit unseren Freunden vom TuS Pasing-Obermenzing. Ein Faschingsfest im Blau-Weiß-Kasino und reger Reisebetrieb u. a. nach Bad Harzburg, Wolfenbüttel, Celle und Bad Reichenhall fördern die Gemeinschaft im Club. Im Erwachsenenbereich gelang es den Damen und Herren trotz der dünnen Spielerdecke nicht den Kontakt zur höchsten Berliner Spielklasse (Oberliga) zu verlieren, auch wenn beide Mannschaften der Liga immer wieder einen Besuch abstatteten. In der Hallensaison 1976/77 steigen die 1. Herren aus der Oberliga ab, 1977/78 gelingt ihnen der Aufstieg in die Oberliga (Feld), in der Hallensaison stiegen die Damen wieder in die Oberliga auf.

1978 erhielten die Kameraden Heinz Burkart und Heinz Rienow vom Bezirksamt Tempelhof die silberne Ehrennadel für 25jährige ehrenamtliche Tätigkeit.

Ende der 70er Jahre hat sich der Club zu einer festen sportlichen Größe etablieren können, die Vorstellungen der Verantwortlichen konnten bei allen immer wieder auftretenden Schwierigkeiten im Rahmen der personellen und finanziellen Möglichkeiten, besonders in der Entwicklung der Jugendarbeit realisiert werden. In den Erwachsenenmannschaften begann sich ein Generationswechsel abzuzeichnen, da die sehr erfolgreichen Jugendlichen aus den 70er Jahren mittlerweile das entsprechende Alter erreicht hatten. Dieser Generationswechsel hatte natürlich auch Auswirkungen auf die Bereiche außerhalb der sportlichen Aktivitäten. Als Folge zeichnete sich für die 1979 stattfindenden Vorstandswahlen ein genereller Umbruch im verwaltungstechnischen Bereich im Verein ab. Mit Hans-Peter Steffens (2. Vors.), Erhardt Rothe (zusätzlicher Kassenwart), Rudolf Orlob (Sportwart), Rainer Misch (Jugendwart) und Wolfgang Misch (Beisitzer) wurde ein neuer Vorstand gewählt, in dem Erwin-Fred Schulz die arbeitsintensive Aufgabe zuviel, die Erfahrungen und Vorstellungen der „Alten“ mit denen der „Jungen“ in Einklang zu bringen.

Mitgliederbestand am 31.12.1979

Erwachsene (aktiv) – 55 Damen und Herren

Erwachsene (passiv) – 14 Damen und Herren

Jugendliche – 95 weiblich und männliche

Nach der Saison 1978/79 wurden wieder einmal die Spielklassen umbenannt/eingerichtet:

Oberliga = Regionalliga

Liga = Oberliga

1. Klasse = 1. Verbandsliga

Die Planungen für den Bau eines neuen Hockeyplatzes verzögern sich, als neuen Termin stellte man nun das Frühjahr 1980 in Aussicht. Die 1. Herren wurden in der Hallensaison 1978/79 Meister der Verbandsliga (neu jetzt Oberliga) und stiegen in die Oberliga (jetzt Regionalliga) auf.

Der Freude über den Aufstieg folgte die Ernüchterung über den Abstieg auf dem Feld. Die 1. Damenmannschaft musste den Abstieg in die Hallenliga (neu jetzt Oberliga) hinnehmen und verpasste als zweite knapp den Aufstieg in die Feld-Oberliga (Regionalliga). Sehr erfolgreich waren wieder unsere Jugendmannschaften in der Halle. Allen voran wurde die Jugend A Berliner Meister und nahm an den Deutschen Meisterschaften bei denen ein 6. Platz erreicht wurde teil:

Auch die Jugendmannschaft der Luise-Henrietten-Oberschule errangen wieder eine Berliner Meisterschaft. Im Herbst 1979 startete der MHC seine bisher größte Reise mit über 90 Aktiven und Betreuern zu einem Clubkampf nach Celle. Im Februar 1980 begannen endlich die vorbereitenden Arbeiten für den Hockeyplatz (Kunstrasen) an der Markgrafenstraße

Die stark verjüngte 1. Herren konnte den in der letzten Saison erkämpften Aufstieg in die Hallenregionalliga nicht rechtfertigen und stieg wieder in die Oberliga ab. Erfreulich war der Berliner Pokalsieg der Knaben A (Halle 1979/80). Während die 1. Damen- und Herrenmannschaften als jeweils zweite knapp am Aufstieg in die Regionalliga (Feld) scheitern wird die Jugend A noch einmal Berliner Meister (1979/80 Feld):

Andreas Anker, Thomas Bartsch, Knut Briesemeister, Benjamin Carsten, Heiko Engemann, Christian Ettinghausen, Uwe Köppen, Axel Körsten, Stefan Kollar, Carsten Kuntze, Norman Menzel, Gregor Weiske, Peter Wermund, Trainer/Betreuer: Uwe Köppen und Frank Wulf

Der neu gewählte Vorstand hatte sich nach einem Jahr der Eingewöhnungszeit auf die Planungen und Vorbereitungen zum 50jährigen Jubiläum des Mariendorfer-Hockey-Clubs im Jahr 1981 zu konzentrieren. Auch wenn diese Aufgabe den bisher größten Aufwand für ein Programm im sportlichen und gesellschaftlichen Bereich darstellte, bot sich dem neuen Vorstand die Gelegenheit, neue Ideen und Vorstellungen einzubringen. Vor dem großen Fest, machten sich Ostern 1981 noch 69 Clubmitglieder auf die von Lars Friedrich organisierte Fahrt nach Apeldoorn zum HC Ares auf. Rechtzeitig im Jubiläumsjahr gelang den 1. Damen der Aufstieg in die Regionalliga (Halle).

Sportlicher und gesellschaftlicher Höhepunkt des Jahres waren die Feierlichkeiten und Sportwettkämpfe anlässlich des 50jährigen Bestehens des Clubs zu Pfingsten 1981. Neben einer offiziellen Feierstunde im Bezirksamt Tempelhof am 5. 6. fand im Lindenhof ein großer Jubiläumsball mit vielen Gästen am 6.6. statt. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden Heinz Burkart und Erwin-Fred Schulz zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Treffpunkt der Jugend war der „Bungalow“ am Mariendorfer Damm, der über das gesamte Pfingstfest auch als Anlaufstelle aller Teilnehmer zur Verfügung stand. Aus Berlin nahmen die NSF, LTSV, CfL 65, Z88 und der BSV an den Turnieren teil. Auswärtige Gäste konnten wir vom HC Ares (Apeldoorn/Holland), vom Polo Club Hamburg und der TuS Pasing-Obermenzing aus München begrüßen. Gespielt wurde im Volkspark Mariendorf und im Neuköllner Stadion. Dieses Fest war das bisher im organisatorischen und finanziellen Bereich größte „Unternehmen“ im MHC und fand in der Hockeywelt und der Berliner Presse große positive Aufmerksamkeit.

Das der neue Kunstrasenplatz zum Jubiläum nicht fertiggestellt werden konnte, spielte nach diesem Erfolg keine große Rolle und bot dafür im nächsten Jahr Anlass für weitere Festlichkeiten.

Um so schwieriger war dann die Eingewöhnung in den normalen Alltag. Damen und Herren konnten in der Feldoberliga keine großen Sprünge machen und auch aus den Jugendmannschaften wurden keine nennenswerten Erfolge gemeldet. Zum 31.12.1981 schied Kam. Heinz Burkart aus dem Vorstand des MHC wie geplant aus und wurde von Erhardt Rothe ersetzt. Seit 1952 war Heinz Burkart kurz als Propagandawart (so lautete die damalige Bezeichnung) und 2. Vorsitzender, dann ab 1953 ununterbrochen als Kassenwart tätig. In seiner Regie wurde auch in diesem Zeitraum das Kleeblatt erstellt. Die kontinuierliche Arbeit im wichtigen Bereich der Verwaltung unserer Finanzen, war mit Sicherheit eine der wichtigsten Stützen beim Aufbau des MHC über Jahrzehnte hinweg.

Zum Abschluss der Hallensaison wurde die Knaben A Berliner Pokalsieger.

Die 1. Herren zur Platzeinweihung

Volker Fischer, Erwin-Fred Schulz, Norman Menzel, Heiko Engemann, Lars Friedrich, Stephan Möhrle, Thomas Bartsch, Bernd Kaddatz, Rudolf Orlob, Knut Briesemeister (erste Reihe)

Uwe Köppen, Wolfgang Misch, Jörg Woischnig, Christian Ettinghausen, Axel Körsten, Harald Pirsch, Frank Wulf
Siegerehrung im Bezirksamt Tempelhof

Andrea Selchow, Ulrike Kühn, Inka Podlowski, Sabine Kühn, Claudia Reichert, Silvia Briesemeister, Beate Seifert, Claudia Ciesielski, Anja Komischke, Trainer/Betreuung: und Wolfgang Misch, Kersten „Muffi“ Gaebler, Petra Engemann, (Ellendt), Christine Radatz,
(Anne Halbey, Andrea Heun, Ute Moritz nicht im Bild)
Das Ehepaar Dressel, von Anfang an dabei, im Jahre 1987
Siegerehrung im Bezirksamt Tempelhof

Friedrich W. Reinhard (BA), ? (BA), Udo Keil (BA), Wolfgang Misch, Rainer Misch, Udo Jander, Klaus Geldsetzer, Wolfgang „Weller“ Ulrich, Rudolf Orlob, Bodo Jander,
Siemund Jarosch (BA),Erwin-Fred Schulz, Hubert Mainka, Jürgen Kuntze, Wolfgang „Raste“ Arnold, (Reinhard Janke, Manfred Kuntze, Erhardt Rothe, Jörg Schröder nicht im Bild)
Berliner Meister Feldsaison 1984/85

Erwin-Fred Schulz, Udo Jander, Jörg Woischnig, Wolfgang „Raste“ Arnold, Harald Pirsch, Thomas Bartsch, Axel Körsten, Lars Friedrich, Uwe Köppen, Carsten Kuntze, Norman Menzel, Rudolf Orlob
Knut Briesemeister, Guido Hinz,
(Mario Bagnaresi, Heiko Engemann, Klaus Geldsetzer, Fabian Stalinski, Frank Wulf nicht im Bild)
Uwe Köppen und Jürgen Lankau beim Wimpeltausch
1. Herren Berliner Meister Feld 1987/88

Uwe Köppen, Willi Nußbaum, Klaus Geldsetzer, Robert Schröder, Philipp Koesling, Lars Friedrich, Carsten Kuntze, Norman Menzel, Heiko Engemann, Harald Pirsch, Knut Briesemeister, Guido Hinz, Thomas Bartsch, Frank Wulf,
(Mario Bagnaresi, Markus Krüger, Trainer/Betreuer: Uwe Schröder/Rudolf Orlob nicht im Bild)
Berliner Meister Feldsaison 1989/90

Lars Friedrich, Philipp Koesling, Frank Wulf, Norman Menzel, Stefan Höne, Heiko Engemann, Mario Bagnaresi, Thorsten Mikloweit, Oliver Zühlke, Michael Schreiber, Mathias Gerrmann, Harald Pirsch, Oliver Mammach, Guido Hinz, Uwe Köppen, Bernd Wild
1. Ostdeutscher Feldhockeymeister 1991

Udo Gerrmann, Uwe Köppen, Lars Friedrich, Robert Schröder, Harald Pirsch, Mario Bagnaresi, Frank Wulf, Norman Menzel, Stefan Höne, Heiko Engemann, Philipp Koesling, Erwin Fred Schulz, Frank Ellerbeck, Oliver Zühlke, Mathias Gerrmann, Michael Schreiber, Markus Wessels, Oliver Mammach (Oliver Dahlke, Michael Tzschoppe nicht im Bild)
Der MHC wirbt in Zwijndrecht/Holland für die Olympischen Spiele 2000 in Berlin
Der 1. Vorsitzende Rudolf Orlob und der Ehrenpräsident Erwin-Fred Schulz

Bei der Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes im Volkspark Mariendorf
Schulli U

09.04.1920 – 27.09.2004
Mit Patrick Pirsch wurde nach einer sehr langen Zeit wieder ein Nachwuchsspieler zu einem Sichtungslehrgang des DHB für die Jugend A/Juniorennationalmannschaft eingeladen.
Berliner Meister 1. Seniorinnen

Silvia Köppen, Petra Engemann, Heike Kretschmer, Monika Noack, Angela Riethmeier, Christa Schmidt, Anita Bollmann, Petra Pirsch, Kersten „Muffi“ Gaebler, (Michele Bosselmann, Susanne Nestmann, Silke Przybilla nicht im Bild)
Aufstieg 1. Damen Regionalliga Ost

Betreuer: Becker, Janina Menzel, Michele Bosselmann, Sarah-Christin Gohlicke, Judith Orlob, Nadja Covic, Sabrina Metzner, Vera Nestmann, Anne Behrens, Trainer: Alexander Richter, Cassandra Becker, Kathrina Platt, Julia Kretschmer,Kersten „Muffi“ Gaebler, Sabine Klammt, (Petra Engemann, Linda Peschel nicht im Bild)
Weibliche Jugend A – Berliner und Ostdeutscher Vize-Meister 2006

Betreuer Becker, Anne Heinz, Janina Menzel, Vera Nestmann, Anja Haack, Sarah-Christin Gohlicke, Trainer: Alexander Richter, Tamara Pirsch, Cassandra Becker, Sandra Haack

Auf dem Weg in das neue Jahrtausend 1982 bis 2006

Im Frühjahr 1982 richtete der MHC sein 1. Hallenturnier für Mädchen A und Jugend B aus und weitere Höhepunkte folgten. Nach dem erfolgreichen Jubiläumsjahr, erwarteten wir im Mai eine spielstarke Damen- und Herrenmannschaft aus Kanada zu Besuch. Die aus den Vancouver Hockeyclubs („Doves“ und „Hawks“) zusammengestellten Reisemannschaften traten mit mehreren Nationalspielern an. Begleitet werden sie von Jürgen Lankau, dem MHCer der 1958 nach Kanada auswanderte und dort sehr viel für die Entwicklung des Feldhockeysports getan hat. Da der Kontakt zu seinem alten Club über Uwe Schröder nie abgerissen ist, war die erste Station des siebentägigen Aufenthaltes in Berlin natürlich der Volkspark Mariendorf. Während die Damen mit 3 : 0 gegen die kanadischen Gäste verloren, konnten die Herren mit dem gleichen Ergebnis gewinnen. Die Mitglieder und Eltern hatten wieder einmal für eine private Unterkunft gesorgt und neben vielen geselligen Treffen und einer Stadtrundfahrt ihre Gastfreundschaft bewiesen. Auch durch das Bezirksamt von Tempelhof wurde die kanadische Reisegruppe empfangen. Weitere Gegner in Berlin waren der BHC und die NSF.

Im August 1982 hatte ein langer Kampf, den in erster Linie der 1. Vorsitzende E.F. Schulz mit allen zuständigen Organen ausgetragen hatte, ein glückliches Ende. Am 24. August 1982 wurde an der Markgrafenstraße ein neuer Hockeyplatz mit einer Kunstrasenfläche für den Spielbetrieb freigegeben.

Obwohl dies neben dem BHC-Spielgelände erst der zweite Kunstrasenplatz für Hockeymannschaften in Berlin ist, war diese Entwicklung hauptsächlich aus Kostengründen nicht mehr aufzuhalten. Am 25. September 1982 wurde der Platz unter Schirmherrschaft von Stadtrat Udo Keil und Vertretern des Bezirksamtes Tempelhof und des Berliner Hockeyverbandes eingeweiht. Nun hatte es über 20 Jahre gedauert bis dem Club eine zweite Sportstätte zur Verfügung stand und trotzdem zogen am Horizont schon wieder neue dunkle Wolken auf: mit wem müssen wir die neue Anlage teilen ? und was wird vor allem aus dem Platz im Volkspark ?. Antworten darauf, an anderer Stelle.

Abgerundet wurde das sportliche Jahr durch den lang ersehnten Aufstieg der Herren in die Regionalliga (Feld 1981/82) und die Berliner Meisterschaft der Mädchen A (Feld 1981/82).

sowie der Berliner Pokalmeisterschaft der Mädchen B (Feld 1981/82) und eine Berliner Meisterschaft in der Schulhockeyrunde durch die Ludwig-Heck-Schule (Halle 1981/82). Die 1. Damen erreichen in der Halle nur den letzten Platz, können aber die Regionalliga halten, da der SC Brandenburg in die Bundesliga aufsteigt.

In der Feldsaison 1981/82 genügte der 1. Damenmannschaft ein fünfter Platz zum Aufstieg in die Regionalliga, da die Plätze 1 bis 4 von 2. Mannschaften erzielt wurden. Nachdem die 1. Herren in der Hallensaison 1982/83 ohne Punktverlust in die Regionalliga aufstiegen, spielten Damen und Herren in jeweils in beiden höchsten Berliner Spielklassen. In dieser Phase konnten erfolgreiche Spielerinnen und Spieler der Jugendmannschaften in den Erwachsenenbereich integriert werden und das hohe Niveau vergangener Jahre kontinuierlich halten. Weiterhin zeigten zwei Schulhockeymeisterschaften (Eckner-Oberschule und Ludwig-Heck-Grundschule), die mit ausschließlich Spielerinnen und Spielern des MHC erreicht wurden, dass auch für die Zukunft gesorgt war. Nachdem der MHC in der Markgrafenstr. über einen Kunstrasenplatz verfügte, der uns aber auch nicht ausschließlich zur Verfügung stand, wurde der von uns weiterhin genutzte Platz im Volkspark Mariendorf teilweise für das Training von Fußballmannschaften freigegeben, so dass längst erledigt geglaubte Probleme wieder auftauchten. Der MHC wurde erneut beim Bezirksamt Tempelhof vorstellig und drängte auf eine grundsätzliche Regelung.

In der Spielzeit 1983/84 bewiesen Damen und Herren in beiden Regionalligen, dass die Mannschaften sich in den höchsten Berliner Spielklassen etabliert hatten. Besonders zu erwähnen ist der 3. Platz der Damen in der Hallenrunde, der gleichzeitig bis zu diesem Zeitpunkt die beste Platzierung einer Damenmannschaft des MHC darstellte. Auch die Jugendmannschaften konnten in der Hallensaison 1983/84 wieder einen Teil ihrer alten Stärke zurückgewinnen: die weibliche Jugend wurde Berliner Vizemeister und nahm an den Norddeutschen Meisterschaften (Rang 8) Teil. Eine weitere Berliner Vizemeisterschaft errangen die Mädchen B.

Weiterhin verschärft hatte sich die Platzsituation. Der Volkspark war in keinem spielfähigen Zustand und der Kunstrasenplatz konnte auch aufgrund von Materialfehlern und falscher Verlegung nicht genutzt werden. Besonders die davon betroffenen 1.Mannschaften mussten ihre Spiele teilweise auf dem Platz des Gegners austragen, im Einzelfall verlegte der Verein wichtige und entscheidende Punktespiele in das Hockey-Olympiastadion. Trotzdem gelang den 1. Herren in der Feldsaison der Berliner Vizemeister und auch die 1. Damen konnten mit Platz 6 die höchste Spielklasse halten. Mit Lars Friedrich und Uwe Köppen kamen Spieler des MHC in der Berliner Stadtauswahl zum Einsatz.

Im Juli 1984 verstarb unerwartet im Alter von 64 Jahren unser Clubkamerad Kurt Kolliski. Der langjährige Torhüter der 1. Herrenmannschaft war neben diversen Funktionen im Verein vier Jahre Schiedsrichter-Obmann des BHV und leitete selbst jahrelang nationale und internationale Hockeyspiele. Ein echtes MHC-Ehepaar feierte am 3. November 1984 Goldene Hochzeit: Lucie und Clubgründer Heinz Dressel

Im Oktober gründete sich im MHC eine Kegelsportgruppe. Nach den Neuwahlen des Vorstandes im Januar 1985 fanden zum ersten Mal separate Jugendversammlungen statt, mit dem Ziel Probleme und Wünsche aus diesem Bereich separat und intensiver zu behandeln. In der Hallensaison 1984/85 konnten die Damen und Herren ihre guten dritten Plätze aus dem Vorjahr nicht halten und belegten Rang 5 und 4. Der weiblichen Jugend gelang punktgleich mit dem BHC die Berliner Vizemeisterschaft und auf der Norddeutschen Meisterschaft wurde ein sechster Platz erkämpft. Einen weiteren nicht gerade erwarteten Erfolg konnten unsere Senioren mit dem Gewinn der Berliner Meisterschaft erringen. Hierbei setzten sich die „alten Recken“, teilweise verstärkt, noch einmal gegen aus den letzten Jahrzehnten wohlbekannte Gegner durch.

Nach der Hallensaison begannen die Planungen für ein weiteres nationales Pfingstturnier. Dieses sportliche Großereignis mit Mannschaften aus Hannover, Braunschweig, Velbert, Alzey, Düsseldorf, Schweinfurt, Ludwigsburg und Berlin stellte wieder immense Anforderungen an die Organisatoren, zumal zum gleichen Zeitpunkt im Volkspark der Kulturlustgarten stattfand. Aber gerade diese Kombination aus Sport und Kultur konnte als gelungen bezeichnet werden und wurde von unseren Gästen sehr positiv aufgenommen. Sportlich gingen die Damen und Herren als Sieger hervor, im allgemeinen gesellschaftlichen Bereich (Bungalow und Allianz-Kasino) gingen diese Erfolge aber fast unter. Ab der Sommersaison bot der Verein allen wildentschlossenen Eltern eine Spiel- und Trainingsmöglichkeit an und gründete eine Elternsportgruppe.

Mit einem weiteren Höhepunkt wartete die 1. Herrenmannschaft auf. Nach 1970 und 1971 konnte sie einen weiteren, nicht erwarteten Berliner Meistertitel im Feld 1984/85 erringen, wobei sich die Mannschaft gegen die stärksten Konkurrenten , den SC Brandenburg und den Absteiger aus der Bundesliga Steglitzer TK durchsetzten. Nach der Berg- und Talfahrt der letzten Jahre wurde nunmehr der Erfolg für die langfristige kontinuierliche Jugendarbeit geerntet. Ein Novum im Berliner Hockeysport dürfte der mehrmalige Einsatz von Udo Jander und Wolfgang „Raste“ Arnold (sogar im Bundesligaaufstiegsspiel gegen Ulm) gewesen sein, die beide bereits in der Saison 1957/58 als Berliner Meister der 1. Klasse den Aufstieg in die Liga mit erkämpften.

Auch wenn der angestrebte Aufstieg in die Bundesliga in den folgenden Spielen knapp verfehlt wurde, zeigte dieser Erfolg das Potential, das in dieser Mannschaft für die Zukunft steckt:

MHC – TSV Mannheim                     1 : 2

SC Frankfurt 80 – MHC                    5 : 3

MHC – SSV Ulm                                 3 : 1

Im Juli 1985 wurde mit Sylvia Ruf das erste MHC – Mitglied in den Nationalkader der weiblichen C-Jugend berufen und in einem Länderspiel gegen Frankreich eingesetzt. Die Knaben B errangen in der Hallensaison 1985/86 eine weitere Berliner Meisterschaft für den MHC:
Oliver Dahlke, Matthias Gerrmann, Sebastian Güler, Jan Pallokat, Florian Poser, Michael Schreiber, Thomas Schroeder, Oliver Schulte, Oliver Zühlke, Trainer/Betreuer: Lars Friedrich.

Die Aufnahme bei den Falcons war sehr herzlich und neben den Hockeyspielen gab es noch Ausflüge in die Umgebung von Vancouver mit River Rafting und Walewatchen. Nachdem wir 2 Wochen die Gastfreundschaft der Falcons genossen hatten, gingen wir bis zum gemeinsamen Rückflug auf getrennten Wegen auf Tour.

Erfreulich war der Berliner Pokalsieg der Mädchen B (Halle) in der Saison 1986/87.Im Januar 1987 wurden Heinz Burkart und Erwin-Fred Schulz vom Landessportbund Berlin für ihre jahrelange Vereinsarbeit mit einer Urkunde und Verdienstmedaille ausgezeichnet. Die Mädchen B (Halle) konnten in der Saison 1987/88 ihren Vorjahreserfolg wiederholen und wurden erneut Berliner Pokalsieger.

Im April 1988 verstarb mit Heinz Dressel der letzte Mitbegründer des MHC. Auf seine Initiative kam es 1931 zur Gründung des Clubs und auch der Neuaufbau 1950 war im wesentlichen sein Werk. Als Jugendleiter, 1. Vorsitzender und als Schatzmeister des BHV in den 50er Jahren nahm er jahrelang Einfluss auf das sportliche und gesellschaftliche Leben und hatte entscheidend am Fortbestand des Clubs Teil gehabt. Heinz Dressel war Ehrenmitglied und Träger der Goldenen Ehrennadel des Clubs und hatte für seine jahrelangen Verdienste für den Berliner Hockeysport neben zahlreiche anderen Ehrungen auch die Silberne Ehrennadel des BHV erhalten.

Zu Pfingsten 1988 fand während des Kulturlustgartens das 2. Internationale Pfingstturnier im Volkspark Mariendorf mit Gästen aus Holland, Österreich und Ungarn statt. Besonders die Integration der Hockeyspiele in die anderen Veranstaltungen war wiederum eine gute Möglichkeit unsere Sportart einem größeren Publikum zu präsentieren. Mit der bisher größten Teilnehmerzahl an einem vom MHC ausgerichteten Turniers, den Spielen, der Betreuung der Gäste und den vielen zusätzlichen Aktivitäten, zeigten die Verantwortlichen und beteiligten Mitglieder, zu welchen organisatorischen und logistischen Leistungen der Verein in der Lage war. Gleichzeitig war aber auch abzusehen, daß eine Veranstaltung dieser Größenordnung, jährlich nicht durchführbar ist.

Nachdem die letzten Jahre im Damen- und Herrenbereich zu einer Stabilisierung im Regionalligabereich geführt hatten, war in der Feldsaison 1987/88 durch die 1. Herren ein weiterer Berliner Meistertitel, bereits der Vierte, mit dem überlegenen Punktestand von 25 : 1 erkämpft worden.

Hierbei musste noch ein Abzug von 2 Punkten verkraftet werden, die uns vom BHV wegen mehrmals nicht gestellter Schiedsrichter aberkannt wurden. Ein Umstand der das Ansehen des Clubs, erreicht durch sportliche Erfolge, nicht so gut zu Gesicht stand. In dem anschließenden Bundesligaaufstiegsspiel wurde mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft gegen SAFO Frankfurt mit 1 : 4 verloren, dies tat aber einer erfolgreichen Saison keinen Abbruch.

Während die Damen, auch wenn damit die Erwartungen voll erfüllt wurden, die Endrunde der Berliner Hallenmeisterschaften 1988/89 erreichten, erwischten die Herren einen ganz schwachen Start und zum Abschluss war man froh, dem Abstieg knapp entgangen zu sein. Damit wurde auch eine Tradition der sehr unterschiedlichen Leistungen auf dem Feld und in der Halle fortgesetzt. Positiv war der Aufstieg die 2. Herren in die 1. Verbandsliga (Halle) zu vermelden.

Im Januar 1989 fand in der Columbia-Halle wieder ein zweitägiges Jugendturnier statt. Erstmals unter dem Namen „Panda-Bären-Turnier“ wurde damit eine Veranstaltung ins Leben gerufen, die in den Folgejahren zu einem festen und von vielen Vereinen gern besuchten, Bestandteil des Berliner Hockeylebens wurde. Nicht zuletzt der Einsatz, der Eltern, der an den Spielen beteiligten Jugendlichen, war und ist hier Garant für ein erfolgreiches Gelingen.

Die Berliner Vize-Meisterschaft der Jugend B in der Hallensaison 1988/89 berechtigte die Mannschaft zur Teilnahme an der Norddeutschen Meisterschaft in Bremen (Platz 7). Abgerundet wurde die Hallensaison 1988/89 durch den Berliner Pokalsieg der Mädchen B.

Im Frühjahr 1989 bezog an der Rixdorfer Straße der MSV Mariendorf 06 sein neues Vereinsheim. Eine Beteiligung an diesem Projekt hatte der MHC auch wegen der zu erbringenden Kosten abgelehnt, die neue Sportbegegnungsstätte konnte aber von uns mitbenutzt werden.

Nachdem in den letzten Jahren der Zustand des Kunstrasenplatzes immer wieder Anlass zu größtem Ärger, einschließlich von Spielverlegungen usw. gegeben hatte, der Zustand des Rasenplatzes durch Freigabe für Fußballtraining immer schlechter wurde, erhielt der Platz an der Markgrafenstraße 1989 endlich einen ordentlich verlegten Belag und stand für unserer Heimspiele wieder zur Verfügung.

Immer wichtiger wurde es Ende der 80er Jahre, den Sportbetrieb nicht nur über die Mitgliedsbeiträge zu finanzieren. 1989 kam es zur Unterstützung durch die Fa. W. Kannegiesser und Sohn, die mit einer großzügigen Unterstützung auf Jahre sehr großen Anteil am finanziellen Überleben des Clubs hatte und hat.

Auf dem Feld konnten die 1. Herren 1988/89 ihren Titel nicht verteidigen und wurden aber, auch wenn etwas unglücklich , Berliner Vizemeister.

Der Mauerfall am 9. November 1989 war nicht nur die Grundlage für tiefgreifende gesellschaftliche und politische Veränderungen, auch auf sportlicher Ebene kam es kurzfristig zu neuen Rahmenbedingungen.

Bereits in der Ausgabe vom 29.11.1989 veröffentlichte die DHZ erste Namen und Adressen von Hockeyvereinen in der DDR und am 1. April machten sich rund 60 Aktive und Fans des MHC zu einem Besuch der BSG-Narva auf. Für Erwin Fred Schulz schloss sich nach über 50 Jahren damit der Kreis zu seinem alten Verein. Bereits im Mai 1990 wurden die Weichen für einen Zusammenschluss der beiden Deutschen Hockeyverbände DHSV und DHB gestellt. Auf dem Außerordentlichen Bundestag des Deutschen Hockeybundes am 3. November 1990 wurden die neuen Mitglieder aus dem bisherigen DHSV aufgenommen, begleitet von den entsprechenden Satzungsänderungen und den Neueinteilungen der einzelnen Ligen für den Sportbetrieb. Die Saison 1989/90 war somit eine Meisterschaft, die zum letzten Mal unter den „alten“ Bedingungen ausgetragen wurde. Während in der Halle Damen und Herren im gesicherten Mittelfeld landeten, konnten neben dem entgangenen Abstieg der Damen aus der Feldregionalliga ein weiterer Berliner Meistertitel der Herren gefeiert werden.

Nach Abschluß der Saison 1989/90 kam es dann zu folgenden Neueinteilungen der Spielklassen:

  1. Bundesliga – 2. Bundesliga – Regionalliga Ost – Oberliga Berlin – darunter die Verbandsligen

Mit Oliver Zühlke berief der Deutsche Hockeybund 1991 einen Spieler des MHC in den Nationalkader, der dann während eines stark besetzten Osterturniers in Mühlheim zum ersten männlichen Jugendnationalspieler des Vereins avancierte.

Die Feldmeisterschaft wurde in der Saison 1991, dem Jahr unseres 60jährigen Jubiläums, ohne Teilung durch eine Winterpause ausgespielt. Sportlich konnte das Jubiläum mit dem 3. Internationalen Hockeyturnier zu Pfingsten, vom 18. Bis zum 20. Mai wieder in den Kulturlustgarten im Volkspark Mariendorf integriert werden. Dieses Konzept bewährte sich und bot unseren Gästen aus Luzern, von Rotation Prenzlauer Berg und vielen anderen inländischen Clubs, neben den sportlichen Aktivitäten die unterschiedlichste Abwechslung an.

Sportlich „benahm“ sich der Jubilar weniger gastlich und gewann bei den Damen und Herren das Turnier.

Einen sehr hohen Stellenwert im Jubiläumsjahr nahm der Gewinn der 1. Ostdeutschen Meisterschaft durch die 1.Herrenmannschaft in der Feldregionalliga nach der Wiedervereinigung ein. Dieser Titel wird in der Geschichte des Deutschen Hockeysports immer Bestand haben. Aber auch sportlich ist dieser Titel sehr hoch zu bewerten, da die Regionalliga, aufgeteilt in zwei Gruppen, mit den neuen starken Vereinen aus dem Osten, ein hohes spielerisches Niveau hatte. Nach Abschluss der Spiele in den beiden Regionalligagruppen gewannen die MHC-Herren das Endspiel gegen den höher eingeschätzten SC Brandenburg durch ein Tor von Uwe Köppen mit 1 : 0. Das einzige Entscheidungsspiel zum Aufstieg in die 2. Bundesliga ging gegen den HC Speyer leider mit 1 : 5 verloren und damit scheiterte der MHC zum wiederholten Mal an einer höheren Spielklasse.

Den 1. Damen bekam die Neueinteilung und die erweiterte Liga nicht so gut und mit dem 9. und damit vorletzten Platz konnte der Abstieg aus der Regionalliga nicht vermieden werden.

Im September verstarb die langjährige erfolgreiche Spielerin der 1. Damenmannschaft und Ehefrau des Klubgründers Lucie Dressel, die über 60 Jahre Mitglied im MHC gewesen war, im Alter von 78 Jahren.

Um das sportliche Angebot für nicht aktive Hockeyspieler neben der Kegelgruppe und dem Elternsport zu erweitern, wurde im Oktober 1991 eine Gymnastikgruppe ins Leben gerufen, die im Verein sehr guten Zuspruch erhielt.

Die erste Hallensaison der Regionalliga Ost (1991/92) endete für die 1. Herrenmannschaft mit einem 3. Platz, die Damen mussten leider nach dem Abstieg aus der Feldregionalliga auch in der Halle den Abstieg hinnehmen. Zu Ostern 1992 machte sich eine 35 köpfige Reisetruppe in Richtung Zwijndrecht/Niederlande auf den Weg, um dort neben den sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten auch für die Olympischen Spiele 2000 in Berlin (aber das ist ja Geschichte) zu werben. Eine entsprechende Trikotspende der Olympia AG unterstützte den sehr farbenfrohen Auftritt des MHC.

In der Feldsaison 1992 wurden die 1. Herren Gruppenerster in der Regionalliga Ost und zogen mit einem 2 : 0 über den BSC in das Endspiel um die Ostdeutsche Hockeymeisterschaft, wo wieder einmal der SC Brandenburg auf uns wartete. Obwohl nach einer 1 : 2 Niederlage der Vorjahreserfolg nicht wiederholt werden konnte, untermauerte dieses Abschneiden doch die jahrelange kontinuierliche gute Leistung auf dem Feld. Die in der Oberliga Berlin spielenden Damen konnten den angepeilten Wiederaufstieg nicht realisieren und wurden mit einem Punkt Abstand 4. Die sich schon in der Halle abzeichnende Stärke der Knaben B setzte sich auf dem Feld weiter fort, die Mannschaft erreicht die Endrunde und wird hinter dem überragenden BHC Berliner Vizemeister.

Am 14.09.1992 verstarb im Alter von 66 Jahren der frühere Damenwart und langjährige 2. Vorsitzende Heinz Rienow, dessen Namen aber auch mit den von ihm durchgeführten Sportabzeichen und seinen gesellschaftlichen Aktivitäten und Qualitäten verbunden bleiben wird.

Seit November 1992 erhielt der MHC durch Satzungsänderung beim Finanzamt für Körperschaften auch „offiziell“ die Anerkennung als gemeinnütziger Verein.

Die am 20. Januar 1993 einberufene Jahreshauptversammlung leitete dann einen weiteren großen Wandel im personellen und organisatorischen Bereich des Vereins seit den 50ger Jahren ein. Auf den Tag genau beendete Erwin-Fred Schulz nach 31 Jahren seine Tätigkeit als 1. Vorsitzender des MHC und übergab dieses Amt an den neu gewählten Vorsitzenden Rudolf Orlob. Dem Vorstand hatte „Schulli“ bereits seit 1955 angehört und alle Höhen und Tiefen (wenn man von Tiefen überhaupt sprechen kann) mitgemacht und entscheidend geprägt. Bereits mit allen „amtlichen“ Ehrungen des Vereins ausgezeichnet, wurde er zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Die Hallenrunde 1992/93 verlief für die 1. Herren sehr dramatisch. Nach einer guten Vorrunde brach die Mannschaft, nachdem sie zwei Punkte am „grünen Tisch“ verloren hatte, ein und stieg in die Oberliga Berlin ab, die Damen erreichten in der Oberliga Berlin den 4. Platz. Am 15. April 1993 verstarb Ilse Burkart. Die Frau von „Mäcki“ war 60 Jahre Mitglied des MHC und Spielerin der ersten Damenmannschaft des Vereins. Für ihre Verdienste um den Club erhielt sie 1975 die Goldene Ehrennadel.

Nach dem Abstieg in die Hallenoberliga Berlin setzte die 1. Herrenmannschaft die schon traditionelle Diskrepanz in der Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Hockeywelten fort. Sie beendete die Vorrunde der Feldsaison als zweiter hinter dem CHC Köthen und zog in der Endrunde nach einem 3 : 0 gegen den HC Lindenau-Grünau Leipzig in das Endspiel ein. Hier trafen sie wieder auf den CHC Köthen. Nach der regulären Spielzeit stand es 1 : 1, ehe sich der MHC in der Verlängerung mit 4 : 2 durchsetzte und nach 1991 den zweiten Ostdeutschen Meistertitel 1993 erringen konnte. Und endlich, im reifen Durchschnittsalter von 29 Jahren gelang nach mehreren Anläufen der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Durch Tore von Heiko Engemann und Lars Friedrich wurde im Entscheidungsspiel die SF Großgründlach mit 2 : 0 bezwungen.

Die erste Bundesligamannschaft:

Mario Bagnaresi, Oliver Dahlke, Heiko Engemann, Lars Friedrich, Mathias Gerrmann, Guido Hinz, Stefan Höne, Alexander Kliesch, Philipp Koesling, Uwe Köppen , Oliver Mammach, Norman Menzel, Harald Pirsch, Michael Schreiber, Robert Schröder, Michael Tzschoppe, Frank Wulf, Trainer/Betreuer: Klaus Ewert

Die im Herbst 1993 beginnenden Vorbereitungen für das geplante Pfingstturnier musten vom Vorstand leider eingestellt werden, da es nicht möglich war, die benötigten Mitarbeiter dafür zu gewinnen. Diese Entscheidung ist zwar zu bedauern, man darf aber nicht vergessen, dass der Aufwand für dieses Turnier immer größer geworden ist und die dabei tätigen Kräfte für andere wichtige Aufgaben nicht zur Verfügung stehen. Darüber hinaus zeichnete sich neben dem „Unternehmen“ 2. Bundesliga ein weiteres Projekt ab, das auch wieder den Einsatz vieler Mitglieder erforderlich machen würde. Im Zuge des Umbaus des Volksparkstadions standen die beiden Steinhäuser an der westlichen Front der Fußballplätze zur Disposition und die Möglichkeiten hier für den MHC ein Clubheim einzurichten verdichteten sich. Für die damit verbundenen Kosten, beschloss die Jahreshauptversammlung 1994 die Bildung von entsprechenden Rücklagen.

Das ein Aufstieg in die 2. Feldbundesliga kein Freibrief für die Hallensaison in der zwei Klassen tieferen Oberliga ist, diese schmerzhafte Erfahrung mussten die 1. Herren zu Anfang des Jahres 1994 machen. Sie belegten, allerdings punktgleich hinter Zehlendorf 88 nur den zweiten Platz.

Die erstmalig in der 3. Verbandsliga angetretenen 2. Damen konnten in der Hallensaison sofort den Aufstieg in die 2. Verbandsliga feiern.

Bevor die 2. Bundesliga startete, war man sich trotz aller Freude über den sportlichen Erfolg auch der damit verbundenen Kosten und den enormen organisatorischen Aufwand bewusst. Mit den Mannschaften aus Rüsselsheim, Mannheim und den Berliner Vertretern BHC und TusLi standen spielstarke Mannschaften bereit und auf Grund der Platzprobleme mussten unsere Heimspiele in der Körtingstraße ausgetragen werden. Auch wenn am Saisonende nur der 7. Platz erreicht und damit die Rückkehr in die Regionalliga Ost feststand, die 1. Herren hatten sportlich den Aufstieg gerechtfertigt und in den Spielen keinesfalls als Punktelieferant fungiert. Eine knappe 1 : 2 Heimniederlage gegen den späteren Aufsteiger RK Rüsselsheim, ein 4 : 0 Auswärtserfolg gegen den THC Hanau waren die spielerischen Höhepunkte für die Mannschaft und ihren neuen Trainer Wolfgang Misch. Grundsätzlich war der Ausflug in die 2. Bundesliga für den Verein ein großer Erfolg für die Motivation der betroffenen Spieler, für die Jugendmannschaften und die Organisation der Heimspiele erbrachte ein neues positives Zusammengehörigkeitsgefühl.

In der Hallensaison 1994/95 konnte die 1. Herrenmannschaft zwar ohne Punktverlust die Berliner Meisterschaft erringen, in den Aufstiegsspielen zur Regionalliga Ost setzte sich aber der HC Lindenau Grünau aus Leipzig durch.

Die 2. Damenmannschaft konnte ihre Siegesserie aus dem Vorjahr fortsetzen und stieg in der Halle in die

  1. Verbandsliga auf.

Den sportlichen Höhepunkt in der Hallensaison 1994/95 setzten die Knaben A. Nachdem in der schon sehr spielstarken Berliner Endrunde der zweite Platz erreicht wurde, berechtigte die gleiche Plazierung bei den Ostdeutschen Meisterschaft die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in München. Hier wurde leider nur der 8. Platz erreicht, die Tatsache, dass der Berliner Konkurrent BHC Deutscher Meister wurde, zeigt aber deutlich, wie groß die Spielstärke der Mannschaften war, in der einige Spieler standen, die zukünftig eine wesentliche Rolle bei den kommenden Erfolgen spielen würden.

Die Mannschaft:

René Blümner, Florian Döring, Dennis Esser, Jan Friedrich, Sebastian Metzner,

Daniel Misch, Marius Misch, Jan Morgenbrod, Tim Schwuchow, Steffen Theil, Martin Tschirner, Tim Wächter, Trainer/Bertreuer: Wolfgang Misch

Nachdem vom Bezirksamt die Zusage für das sog. Südhaus im Volkspark Mariendorf zur Nutzung als Vereinsheim gegeben wurde, kam es im Mai 1995 zur ersten Vorbesprechung über den Aus- und Umbau und der Belegung des Hauses, das uns Jahrzehnte aus Umkleidekabine gedient hatte. Der Bau war teilweise in einem bedenklichen Zustand und um die Kosten für den Umbau in vertretbaren Grenzen zu halten, war man sich einig, den überwiegenden Teil – soweit möglich – in Eigenregie durchzuführen. Dabei durfte bei allen Planungen der Denkmalschutz, dem beide Häuser unterliegen, nicht übersehen werden. Die von unserm 1. Vorsitzenden Rudolf Orlob geführten Gespräche und Verhandlungen mündeten nach Erledigung aller Formalitäten mit dem Bezirksamt im Abschluss eines Pachtvertrages mit 10jähriger Laufzeit. Mit den umfangreichen Arbeiten konnte nun begonnen werden. Unter der Leitung und Koordination von Rudolf Orlob und der Mithilfe vieler Clubmitglieder wurde das Haus entkernt und erhielt eine neue Raumaufteilung.

Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga begann für die 1. Herren in der Feldsaison 1995 wieder der „regionale“ Alltag und der 6. Platz war eher enttäuschend, aber einem ungeschriebenen Gesetz zur Folge erreichte man dafür in der Hallensaison 1995/96 den Aufstieg in die Regionalliga Ost. Auch die 2. Herren konnten sich mit „älteren Kräften“ stabilisieren und stiegen in die 2. Verbandsliga auf.

Nach monatelangen Wirken, besonders an den Wochenenden, konnte unser neues Vereinshaus mit einem Umtrunk am 26.04.1996 offiziell eingeweiht werden, ab 01.05.1996 standen die Türen dann den Mitgliedern zu den entsprechenden Öffnungszeit allgemein zur Verfügung. Zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte verfügte der MHC über ein eigenes Clubhaus direkt am Hockeyplatz im Volkspark Mariendorf (s. auch Clubhaus-Chronik).

Nachdem im Januar bereits das 8. Panda-Bärenturnier über die Bühne ging, wurde im September 1996 mit dem Tiger und Enten Turnier das erste Feldturnier für Jugendliche an dem 22 Mannschaften teilnahmen, durchgeführt.

Die 1. Herrenmannschaft belegte nach einem sehr schwachen Start und einer späteren Steigerung in der Feldsaison 1996 einen abstiegsfreien 6. Platz, der mit einer auf diversen Positionen verjüngten Mannschaft schon als Erfolg zu werten war.

Im Alter von 84 Jahren verstarb am 09.11.1996 mit Heinz Burkart ein Clubkamerad, der seit 1950 entscheidend am Aufbau des MHC beteiligt war. Aktiv in der 2. Mannschaft und mit zwei Einsätzen in der „Ersten“ wie er gerne erzählte, war „Mäcki“ fast 30 Jahre Kassierer und langjähriger Herausgeber des Kleeblattes. Sein Herz gehörte dem MHC und seine Hilfsbereitschaft war Vorbild für Generationen. Heinz Burkhart erhielt 1975 die Goldene Ehrennadel und war seit 1981 Ehrenmitglied.

Wieder in der Hallenregionalliga Ost erreichten die 1. Herren in der Saison 96/97 einen sicheren 5. Platz.

Mit dem letzten Spiel gegen den ATSV Güstrow, einem 10 : 4 Erfolg und drei Toren verabschiedete sich

Lars Friedrich nach über 20 Jahren offiziell aus der 1. Mannschaft.

Die 1. Damenmannschaft startete zwar sehr erfolgreich in die Hallensaison, verpasste letztendlich aber den Aufstieg um 2 Tore denkbar knapp.

Am 06.02.1997 verstarb im Alter von 56 Jahren der langjährige Spieler der 1. Herrenmannschaft Bodo Jander. Bodo war als hervorragender Abwehrspieler an den Erfolgen der Jugendmannschaften in den 50ger Jahren beteiligt, die den Grundstein für die ersten beiden Berliner Feldmeisterschaften 1969 und 1970 und der ersten Berliner Hallenmeisterschaft 1973 an denen er auch beteiligt war, bildeten. 1996 erhielt er die Goldene Ehrennadel.

Der 6. Platz in der Feldsaison 97 stellte zwar keine Weiterentwicklung für die 1. Herren dar, bedingt durch den weiterer Einbau von jungen Spielern konnte man aber trotzdem zufrieden sein. Mit dem Titel Berliner Meister der Oberliga Berlin beendeten die Damen eine längere Durststrecke auf dem Feld. In den Aufstiegsspielen zur Regionalliga Ost wurde nach einem 4 : 2 Erfolg gegen Rotation Prenzlauer Berg das Endspiel gegen den Leipziger SC 1901 nur knapp mit 3 : 2 verloren, aber es reichte trotzdem durch den Rückzug der Damen vom SC Brandenburg zum Aufstieg in die Regionalliga Ost.

In der Feldsaison 1997 erreichten die Jugend B die Pokal- und die Jugend A die Meisterschaftsendrunde. Da beide Mannschaften sich teilweise aus den gleichen Spielern zusammensetzten und teilweise nicht zur Verfügung standen, konnten beide Mannschaften die realen Erwartungen nicht erfüllen. Der daraufhin entbrannte Streit über sportliche Prioritäten und die unterschiedliche Sichtweise der Beteiligten, endete im Rücktritt des 2. Vorsitzenden Wolfgang Misch, der nach 25 jähriger Vorstandsarbeit seine Funktion niederlegte.

1997 nahmen die seit 1982 immer wieder geäußerten Pläne für einem Gegenbesuch zu unseren kanadischen Freunden konkrete Gestalt an. Die Vorbereitungen für dieses Unternehmen wurden zu einem großen Teil von Uwe Schröder privat, in enger Zusammenarbeit mit seinen alten Freund und ehemaligen MHCisten Jürgen Lankau koordiniert und durchgeführt. Jürgen Lankau war 1956 nach Kanada ausgewandert und hatte 1968 in Delta (südlich von Vancouver) den Falcons Field Hockey Club gegründet, der noch heute in Gelb/Schwarz spielt – und in unterschiedlichen offiziellen Funktionen für den kanadischen Verband, sehr viel für das kanadische Feldhockey getan.

33 Reiseteilnehmer machten sich am 11. Juni 1997 auf den langen Weg nach Vancouver und trugen in einer gemischten Mannschaft Spiele in Vancouver, Victoria, Cowichan und Penticton aus.

Im Laufe des Jahres verdichteten sich Gerüchte, dass das Bezirksamt Tempelhof beabsichtigt, den auf Grund der hohen Kosten für Pflege und Instandhaltung bestehenden Rasenplatzes im Volkspark Mariendorf durch den Neubau eines Kunstrasenplatzes zu ersetzen. Zu diesem Zeitpunkt glaubte noch niemand an die schnelle Umsetzung dieses Vorhabens.

In der Hallensaison 97/98 konnten die 1. Damen in der Oberliga nur den 7. Platz erreichen, die 1. Herren belegten als 4. einen Mittelplatz in der Regionalliga Ost, den 2. Herren gelang der Aufstieg in die Oberliga Berlin.

Im April 1998 begannen pünktlich die Arbeiten im Volkspark Mariendorf, die den alten, gefürchteten Acker in einen modernen Kunstrasenplatz verwandelten. Während der Bauphase war der Anblick einer Sandwüste, umgeben von den gewohnten Pappeln schon gewöhnungsbedürftig, aber langsam verwandelte sich die Anlage in einen Kunstrasenplatz, der sich harmonisch in das Landschaftsbild einpaßte. Die Einweihung am 29.08.1998 wurde zu einem sportlichen und gesellschaftlichen Höhepunkt.

Nachdem unser Ehrenpräsident E.F. Schulz „Schulli“ mit dem zuständigen Stadtrat Schippel den Anstoß vorgenommen hatte, folgte das Eröffnungsspiel einer Berliner Auswahl gegen die Nationalmannschaft von Ägypten (1 : 4), anschließend spielten die Bambinis, eine Mädchen-/Knaben C-Mannschaft und die 1. Herren gewannen das Pokalviertelfinale nach 7m-Schießen gegen den BSC. Unter den über 500 Zuschauern am Rande der neuen Anlage konnte der MHC zahlreiche Ehrengäste begrüßen; u. a. den Präsidenten des ägyptischen Hockeyverbandes und seine Frau, die Bundestagsabgeordnete Frau Holzhüter und den BHV-Präsidenten Götz Faude. Die neuen Möglichkeiten im Zusammenhang mit dem Clubhaus, die eingezäunte Anlage auch für „gastronomische“ Einrichtungen zu nutzen wurden zum ersten Mal getestet und gaben der ganzen Veranstaltung das Flair eines großen Familientreffens. Anlässlich der Einweihung erschien eine Sonderausgabe des Kleeblattes mit dem Titel „Tradition und Zukunft“, eine lesenswerte Lektüre mit interessanten Beiträgen und Bildern. Aus Kostengründen erhielt der Platz leider keine Flutlichtanlage, die die nutzbaren Trainingszeiten wesentlich verlängert hätte.

Im Sommer 1998 gründete sich ein Turnier-Organisationskomitee (TOK), das sich die Planung und Durchführung von MHC – Turnieren zur Aufgabe stellte. Um den Vorstand von diesen Aufgaben zu entlasten waren Mitglieder außerhalb dieses Gremiums zur Mitarbeit aufgerufen worden.

Wie bereits erwähnt wurden die 1. Herren Berliner Pokalsieger, schlossen die Punktespiele aber nur mit einem mittelmäßigen 6. Platz ab. Härter traf es die 1. Damen, die nach einjähriger Zugehörigkeit zur Regionalliga Ost, wieder in die Oberliga Berlin abstiegen. Die Mädchen B wurden Berliner Pokalsieger (Feld), den Senioren gelang der Aufstieg in die höchste Spielklasse.

Im März 1999 fand das 1. Froschturnier für die jüngeren Jahrgänge in der Halle statt und viele Helfer nähten rund 150 mit Milchreis gefüllte Frösche, die den Teilnehmern als Preise überreicht werden.

Die 1. Damenmannschaft erreichte in der Feldsaison 1999 die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Ost, musste sich aber auf Grund der schlechteren Tordifferenz im Aufstiegskampf geschlagen geben.

Dies gelang aber in der Hallensaison 1999/2000. Hier reichte den 1. Damen ein vierter Platz zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Ost. Endlich wurde die Chance genutzt und nach 9 Jahren die Rückkehr in die höhere Klasse perfekt gemacht. Auch die 1. Herren hatten Grund zum Jubeln: der 3. Platz und die regionale Neueinteilung der Bundesligen, berechtigten zum Aufstieg in die 2. Bundesliga Ost (Halle).

Nach siebenjähriger Betreuung der 1. Herrenmannschaft gab Wolfgang Misch das Training zum 01.04. 2000 an Ralph Herzberg vom SCC ab. Um den Einsatz und die Arbeit der Jugendtrainer (innen) im Verein der Allgemeinheit besser zu präsentieren, beschloss der Vorstand jährlich eine(n) Trainerin/Trainer des Jahres zu wählen. Erste „Titelträgerin“ 1999/2000 wurde Kersten „Muffi“ Gaebler auf Grund der sportlichen Erfolge der von ihr betreuten Mannschaften.

Rechtzeitig im neuen Jahrtausend konnte der MHC nach einer längeren Vorbereitungsphase durch Rainer Pfeiler seinen eigenen Internetauftritt realisieren.

Nach der erfolgreichen Hallensaison erwartete auf dem Feld die 1. Herren ein direkter Abstiegskampf, der durch einen glücklichen Sieg ( 3: 2 gegen HC Lindenau-Grünau) in letzter Minute doch noch erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Die 1. Damen nahmen als 5. Der Oberliga Berlin an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Ost teil, wobei das Scheitern gegen den Leipziger SC auf Grund der dünnen Spielerdecke in der nächsten Saison zu verschmerzen war.

Sportlicher Höhepunkt des Jahres 2000 war die Berliner Vizemeisterschaft der Mädchen A, die in der Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft stark ersatzgeschwächt scheiterte.

Im Mai 2000 verstarb Peter Bartlewski, der sich 1980 dem CfL angeschlossen hatte. „Barti“ war als Jugendleiter in den 70er Jahren Garant und Motor für die sportliche Entwicklung der Jugendmannschaften und legte in dieser Zeit den Grundstein für die folgenden erfolgreichen Jahre des MHC.

Die Vorstandswahlen im Januar 2001 führten zu, im Vorfeld abgestimmten, Veränderungen auf nicht weniger als fünf Positionen. In die Amtszeit von Rudolf Orlob als 1. Vorsitzenden ab 1993 fielen neben dem Bezug des Vereinshauses und der Einweihung der Platzanlage, die sportlichen und organisatorischen Veränderungen der Neueinteilung der Spielklassen und eine Expansion des Vereins durch die forcierte Jugendarbeit. Für seinen jahrelangen Einsatz im Verein wurde der scheidende 1. Vorsitzende Rudolf Orlob mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. Ebenfalls wurde für ihre 50jährige Vereinszugehörigkeit Hildegard Janke mit der Ehrenmitgliedschaft bedacht. Abschließend trat im Januar die neue Vereinssatzung in Kraft. Da neben beiden Vorsitzenden (Rudolf Orlob und Sabine Kühn) , dem Sportwart (Norman Menzel) auch die beiden Jugendwarte (Carola Scholle und Jörg Hoffmann) zu ersetzen waren, trat der neue Vorstand mit Philipp Kößling als 1. Vorsitzenden ein sehr schweres Erbe an.

Zum Trainer des Jahres 2000/01wurde Harald Pirsch gekürt der neben seiner eigenen Spielaktivitäten die Schulhockey-AG betrieb und im Nachwuchsbereich kurzfristig als Ersatz einsprang.

Das sportliche Geschehen brachte in der Hallensaison 2000/01 den Klassenerhalt der 1. Herren (Platz 4) in der 2. Bundesliga, die 1. Damen stiegen nach einjähriger Zugehörigkeit zur Regionalliga Ost wieder in die Oberliga Berlin ab. Die Senioren erreichten auch in der Halle den Aufstieg in die höchste Klasse, die 2. Damen stiegen wieder in die 1. Verbandsliga auf, Ergebnisse, die zeigen, dass auch in den wenig beachteten unteren Spielklasse sportliche Erfolge zu verzeichnen waren. Der neue Vorstand hatte sich nach der Wahl mit zwei größeren Vorhaben auseinanderzusetzen: vom 13.4. bis 15.4.2001 wurde im Volkspark eine großes Osterturnier durchgeführt und im Herbst stand das 70jährige Jubiläum an. Vor dem Jubiläum konnten die 1. Damen den Aufstieg in die Feldregionalliga Ost feiern, die 1. Herren wurden 5. in der Regionalliga Ost. Das 70jährige Jubiläum wurde bewußt nicht mit einem großen Turnier und einem entsprechenden Hockeyball begangen. Im Vordergrund standen am 1. September unter dem Motto „MHC sind wir“ Spaß und Spiel im Volkspark.

Zur Trainerin des Jahres 2001/02 wurde Anke Przybilla vornehmlich für ihre Arbeit und den Ausbau mit dem jüngsten Nachwuchs im Verein geehrt. Die Hallensaison 2001/02 verlief für die 1. Herren mit dem Abstieg aus der 2. Hallenbundesliga und dem gescheiterten Aufstieg der 1. Damen in die Regionalliga Ost nicht sehr erfolgreich, einen Lichtblick brachten der Berliner Pokalsieg der Weiblichen Jugend B und die Vizemeisterschaft der Mädchen A mit einem anschließenden 4. Platz bei den Ostdeutschen Meisterschaften in Leipzig. Pfingsten 2002 fuhren 4 Jugendmannschaften zu einem Clubkampf zum Kahlenberger HTC nach Hamburg und setzten damit eine Tradition sportlicher Begegnungen fort, die in früheren Zeiten einen recht hohen Stellenwert im Hockeyleben darstellte.

Die 1. Herren zeigten bei ihrer Vizemeisterschaft 2002 in der Regionalliga Ost (Feld) wieder eine aufsteigende Tendenz, die 1. Damen mußten nach einem Jahr diese Klasse leider wieder verlassen. Mit dem letzten Spiel der Herren und einem 12:1 Kantersieg gegen den Cöthener HC beendeten die beiden „Olides“ Uwe Köppen und Harald Pirsch nach über 25 Jahren ihre Karriere in der 1. Herrenmannschaft und der Verein konnte anschließend dieses Ereignis im Clubhaus gebührend feiern. Im Jugendbereich gelangen dem MHC die beiden Berliner Pokalsiege der durch die Mädchen A und die Männliche Jugend B.

Am 4.08.2002 ging es im Clubhaus wieder einmal hoch her. Geladen hatte der Ehrenpräsident Erwin-Fred Schulz,um seine Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande zu feiern. Diese, für seine jahrzehntelanges Engagement erhaltene Auszeichnung, wurde „Schulli“ durch Rudolf Orlob noch einmal symbolisch verliehen.

Nachdem die Sportjugend Berlin von der Senatsverwaltung als Träger des sog. Freiwilligen Sozialen Jahres anerkannt wurde, besteht seit Juni 2002 die Möglichkeit, den Zivildienst in Sportvereinen abzuleisten. Mit Jan Morgenbrod trat am 1.09.2002 der erste „Zivi“ seinen Dienst an, ein Einsatz der dem Verein bei der Lösung von den täglichen Problemen an allen Ecken und Enden weiter half.

Grundsätzlich besteht nunmehr gerade für die kleinen Amateurvereine die Möglichkeit, den enormen Aufwand im sportlichen und verwaltungstechnischen Dingen besser zu bewältigen und die Auswirkungen auf den sozialen Bereich können nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Nicht ganz so glücklich verlief die Zusammenarbeit im Vorstand des Clubs. Auf dem Wege, nach den bereits erwähnten umfangreichen Veränderungen nach der Wahl in 2001, auch die neuen Ideen, Vorstellungen und Aufgaben gemeinschaftlich umzusetzen, kam es zu Differenzen, die letztendlich mit der Amtsniederlegung des 1.Vorsitzenden Philipp Kößling endeten. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Oktober 2002 wurde Rudolf Orlob bis zur nächsten Wahl wieder mit der Führung des Vereins beauftragt.

Mit der Ausgabe November 2002 erreichte unser Kleeblatt neue Dimensionen. In Form einer sehr umfangreichen einfach gebundenen Broschüre konnte nicht nur das äußerliche Erscheinungsbild verbessert werden, durch den Umfang und die gestiegenen Werbeblöcke schritt auch hier die Professionalisierung in diesem Bereich weiter fort.

Die Hallensaison 2002/03 beendeten die 1. Herren mit dem „angekündigten“ sofortigen Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga Halle durch

René Blümner, Driess Chabab, Heinz-Martin Konitzer, Philipp Koesling,
Sebastian Metzner, Daniel Misch, Jan Morgenbrod, Thorsten Sabletzki,
Dennis Stöthke, Steffen Theil, Trainer/Betreuer: Ralph Herzberg

Den 1. Damen gelang mit einem 6.Platz endlich die Regionalliga Ost nach dem vorjährigen Aufstieg zu halten. Auf der Jahreshauptversammlung wurde der interimistisch gewählte 1. Vorsitzende Rudolf Orlob in seinem Amt bestätigt. Jörg Hoffmann, der nach 23 Jahren seine Verbandsvertretung für den MHC beendete, wurde vom Berliner Hockeyverband für diese langjährige Tätigkeit mit der Silbernen Ehrennadel des BHV ausgezeichnet.

Die Auszeichnung „Trainer des Jahres 2002/03“ konnte wegen der langjährigen sportlichen Erfolge seiner Mädchenmannschaften Rainer Pfeiler in Empfang nehmen und mit 82 Jahren gab unser Ehrenpräsident Schulli seiner Brigitte aus dem Allgäu das Jawort.

Die Feldsaison der Damen und Herren begann mit der Rückkehr zu den alten Spielzeiten Herbst/Frühjahr so das nach der Meisterschaft 2002 der nächste Titel für den Zeitraum 2003/04 ausgespielt wurde. Die 1. Herren begannen sehr vielversprechend und belegten nach Rang 2. der Ostdeutschen Meisterschaft in der Aufstiegsrunde den 1. Tabellenplatz vor der Winterpause. Im Jugendbereich erreichten in der Feldsaison die Mädchen/Knaben A im Pokal und die weibliche/männliche Jugend B Meisterschaft die Endrunden, siegreich war aber nur die männliche Jugend A im Berliner Pokal.

In der 2. Hallenbundesliga 2003/04 gelang den 1. Herren als Aufsteiger die Sensation, sich in einer bis zur letzten Spielsekunde spannenden Saison mit nur einem Tor Vorsprung zum Abschluß an die Tabellenspitze zu setzten. Der Aufstieg in die 1. Hallenbundesliga gehört auch zu den absoluten sportlichen Höhepunkten in der Geschichte des MHC. Folgende Spieler waren an dem Erfolg beteiligt:

René Blümner, Driess Chabab, Matthias Gerrmann, Heinz-Martin Konitzer, Sebastian Metzner, Daniel Misch, Olaf Modrozynski, Jan Morgenbrod, Harald Pirsch, Alexander Richter, Marcel Schmidt, Dennis Stöthke, Steffen Theill, Oliver Zühlke, Trainer/Betreuer: Ralph Herzberg

Die Damen konnten erst in den letzten beiden Spielen ihren Verbleib in der Hallenoberliga Berlin sichern. Dafür feierten die Seniorinnen ihren ersten Berliner Meistertitel.

Die Mannschaft:

Anita Bollmann, Petra Engemann, Kersten „Muffi“ Gaebler, Silvia Köppen, Heike Kretschmer, Monika Noack, Petra Pirsch, Angela Riethmeier, Christa Schmidt

Auf der Jahreshauptversammlung 2004 wurden mit Udo Jander und Wolfgang „Raste“ Arnold zwei der erfolgreichsten Sportler des MHC für ihre 50jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Daniel Misch erhielt als Torschützenkönig der 2. Hallenbundesliga einen goldenen Hockeyschläger (in der kleinen Ausfertigung) ebenso wie der Trainer der 1. Herren Ralph Herzberg, der zusätzlich für seine Arbeit in den letzten Jahren als beitragsfreies Mitglied in den MHC aufgenommen wurde.

Sportliche Erfolge und besonders seine Fähigkeit Kenntnisse des Hockeysportes gut zu vermitteln führten zur Wahl von Guido Hinz zum Trainer des Jahres 2003/04.

Die lange Feldsaison 2003/04 begann für die 1. Herren mit einer Enttäuschung, denn die Spitzenposition in der unterbrochenen Aufstiegsrunde konnte in den restlichen Spielen nicht gehalten, der Aufstieg in die 2.Feldbundesliga nicht realisiert werden. Auch den Damen gelang es nicht, die Oberliga Berlin zu verlassen, nur den 2. Herren gelang der Aufstieg in die 1. Verbandsliga.

Im September 2004 verstarb Erwin-Fred Schulz. Um seine Leistungen für den Verein entsprechend zu würdigen wird an dieser Stelle auf den Nachruf im Kleeblatt Bezug genommen:

Schulli U

 09.04.1920 – 27.09.2004

Am 27. September 2004 verstarb im Alter von 84 Jahren Erwin-Fred Schulz, unser langjähriger Spieler und Ehrenspielführer der 1. Herrenmannschaft, 1. Vorsitzende und Ehrenpräsident. Mit ihm verliert unser Hockeyclub einen Menschen, der die Entwicklung des Clubs seit Jahrzehnten im Wesentlichen mitbestimmt und geprägt hat.

Vielleicht hat Schulli, wie ihn alle nannten, die politische Entwicklung Berlins voraus gesehen, als er im Herbst 1950 die Seite wechselt. Vom Ostverein BSG-Glühlampe Oberspree kommend, wird er am 2.10.1950 Mitglied im Mariendorfer Hockey-Club.

Gerade sind erst knapp vier Monate seit der Wiedergründung am 10. Juni 1950 vergangen und der MHC nimmt wieder am öffentlichen Spielbetrieb teil. In der 1. Herrenmannschaft, die bereits 1952 den Aufstieg in die 1. Verbandsklasse schafft, taucht zum ersten Mal der Name E.F.Schulz auf der Position des Mittelläufers auf. Die Chronik berichtet weiter, wie Kam. E.F.Schulz 1955 die 1. Herrenmannschaft als Spielführer trotz vieler Niederlagen zusammenhielt und im Jubiläumsjahr 1956 zum 2. Vorsitzenden und Schriftwart gewählt wird. In dieser Zeit entwickelt sich im MHC eine starke Reisetätigkeit, deren Höhepunkte die Auslandsfahrten nach Italien, in die Schweiz und nach Dänemark gewesen sein dürften. Schulli ist immer mit dabei. Im Januar 1958 zum Ehrenspielführer der 1. Herren ernannt, betreut er jetzt diese Mannschaft.

Mit der Wahl zum 1. Vorsitzenden beginnt ab dem 01. Januar 1962 eine 31jährige Ära, in der Schulli als zentrale Integrationsfigur die Geschicke des Clubs bestimmt. In diese Zeit fallen viele sportliche Erfolge, nicht zuletzt die erste Berliner Feldhockeymeisterschaft seiner 1. Herren 1969/70, der Aufbau einer langen und erfolgreichen Jugendarbeit, die Einweihung unserer Kunstrasenplätze, große Jubiläumsturniere, die vielen Reisen, dass kleine, aber feine Clubhaus und, und, und…

Dabei ist es ihm auf seine unnachahmliche Weise gelungen, das Vereinsleben immer wieder den sportlichen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen anzupassen, ohne dabei grundsätzlich von der Tradition des Clubs abzuweichen.

Vorstandsmitglieder, ehrenamtliche Helfer und Trainer kommen und gehen, Schulli bleibt. Immer wieder schafft er es, streitende Parteien an einen Tisch zu bringen, ich habe nie erlebt, dass er dabei laut oder unsachlich wurde. Und es gelingt ihm, die zerstrittenen Parteien zu einen, ohne das jemand dabei sein Gesicht verliert.

Unvergessen bleiben seine humorvollen Beiträge zu allen Anlässen, seine offiziellen Reden, die immer wieder die Sorge um das Wohlergehen des Clubs zum Inhalt haben, sowie die von ihm begleiteten Weihnachtsfrühschoppen und seine Versuche das Skatturnier zu gewinnen.

Auch nach seinem Abschied aus dem Vorstand blieb er als Ehrenpräsident ein wichtiger Helfer und Ratgeber in allen Fragen die weit über die sportlichen Probleme hinausgingen.

Ohne Schulli wäre es nicht möglich gewesen, Generationen von Hockeyspielerinnen und -spielern in einem ausschließlich dem Hockeysport verbunden und reinen Amateurverein, eine Heimat zu geben. Die Art und Weise wie er es verstanden hat, die unterschiedlichen Kräfte und Strömungen der Mitglieder zum Wohle des Clubs und des Hockeysports im Süden Berlins zusammenzubringen, sucht seinesgleichen.

Für seine Verdienste um den Hockeysport wurde er 1993 mit der Verdienstmedallie des Landessportbundes Berlin und der Goldenen Ehrennadel des DHB´s ausgezeichnet. 2002 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Bis zuletzt verfolgte er die Spiele seines Clubs, wobei ihm, ohne das er darüber hinaus andere vernachlässigte, seine 1. Herren besonders am Herzen lag. Wir trauern um einen Sportler, Freund und Kameraden, der nicht zu ersetzen ist.

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Mit Patrick Pirsch wurde nach einer sehr langen Zeit wieder ein Nachwuchsspieler zu einem Sichtungslehrgang des DHB für die Jugend A/Juniorennationalmannschaft eingeladen.

Alle Augenmerke richteten sich natürlich auf das Abschneiden der Herren in der 1. Hallenbundesliga der Saison 2004/05. Die mit großer Motivation und den entsprechenden Erwartungen gestartete junge Mannschaft zeigte im ersten Spiel gegen die Zehlendorfer Wespen ihre beste Leistung und verlor denkbar knapp mit 11:13. Obwohl das Team auch in den nächsten Spielen überzeugen konnte, fehlte es letztendlich an Erfahrung, im letzten Augenblick auch einmal den „Sack zuzumachen“ und auch das bißchen Glück im entscheidenden Moment war nicht immer auf unserer Seite, so daß zum Ende der Saison der Abstieg nicht vermieden werden konnte. Trotzdem, die Mannschaft hat bewiesen, daß sie spielerisch mit den „Großen“ mithalten und für die Zukunft viel lernen konnte.

Nach der Hallensaison trennten sich die Wege unserer 1. Herrenmannschaft mit denen ihres langjährigen Trainers.

Ralph Herzberg hatte großen Anteil an den Erfolgen der letzten Jahre und durch seine engagierte Arbeit die Mannschaft in sportlicher und menschlicher Weise positiv geformt. Das Training übernahm Harald Pirsch.

Unsere 1. Seniorinnen konnten mit folgender Mannschaft ihren Berliner Meistertitel aus dem Vorjahr erfolgreich wiederholen:

Silvia Köppen, Petra Engemann, Heike Kretschmer, Monika Noack, Angela Riethmeier, Christa Schmidt, Anita Bollmann, Petra Pirsch, Kersten „Muffi“ Gaebler, Michele Bosselmann, Susanne Nestmann, Silke Przybilla

Auf der Jahreshauptversammlung 2005 wurden Winfried (Kalle) Mehnert und Reinhard Janke für ihre 50jährige Mitgliedschaft im MHC ausgezeichnet. Die Wahl zum Trainer des Jahres 2004/05 fiel auf den Torwart der 1. Herren Driess Chabab, der neben seinen eigenen sehr erfolgreichen sportlichen Aktivitäten im Jugendbereich des Vereins und in der Schulhockey AG tätig war.

Nach einigen Jahren in der Feldoberliga Berlin konnten die 1. Damen nach einem 2. Platz in der Vorrunde

sich gegen die Mannschaften von Motor Merane mit 4:0 und den CfL mit 2:0 in der Aufstiegsrunde durchsetzen und damit in die Regionalliga Ost zurückkehren.

Einen weiteren Titel gab es für die Knaben A auf dem Feld in der Berliner Pokalrunde, die weibliche Jugend B erreichten in der Meisterschaftsrunde den 2. Platz. Die 1. Herren belegten mit ihrem neuen Trainer Harald Pirsch in der Regionalliga Ost den 2. Platz.

Ein neuer Kontakt zu der Firma Zepter International, initiiert durch Christian und Beate Kober eröffnete der Mädchen C Mannschaft im Sommer 2005 neue Hockey-Welten. Zepter International, einer der größten weltweiten Sportsponsoren, lud die Mannschaft zum 1st International Zepter Girls Challenge Turnier für Mädchen des Jahrgangs 1996 ein. Unter dem Namen MHC Hockey-Elfen machten sich unsere Mädchen am 26.08.2005 mit dem Flugzeug auf den Weg nach Mönchengladbach um an dem gerade für den Hockeysport unvergleichlichen Turnier teilzunehmen. Mit einem 2. Platz in einem sehr spannenden und engen Endspiel konnte der MHC eine gute Werbung in eigener Sache machen und besonders die Freundschaft zu den Hockey-Hexen des GHTC Mönchengladbach vertiefen.

Den Abschluss der Feldsaison bildete ein großes Sommerfest im Volkspark Mariendorf, das unseren Hockeyplatz in ein farbenfrohes Meer aus jungen und älteren Teilnehmern tauchte. Im Vordergrund standen dabei Spaß und Spiel bei vielen Wettkämpfen mit und ohne Hockeyschläger.

Der Start der 1. Herren in die 2. Hallenbundesliga wurde von vielen Mitgliedern sehr skeptisch beobachtet, da der Mannschaft einige Leistungsträger der letzten Saison nicht mehr zur Verfügung standen. Aber wie schon so oft zeigte sich, das die eingesetzten jungen Spielern in der Lage waren, die entstandenen Lücken zu füllen, in einem echten Endspiel gegen Z88 die Nerven behielten und durch einen knappen 4:3 Erfolg den sofortige Rückkehr in die 1. Hallenbundesliga erreichten.

Die Mannschaft

Rene´ Blümner, Driess Chabab, Alexander Engemann, Jan Friedrich, Sebastian Metzner, Daniel Misch, Sven Morgenbrod, Benjamin Orlob, Patrick Pirsch, Felix Podewski, Alexander Richter, Thorsten Sabletzki, Kai Schmidt, Marcel Schmidt, Steffen Theil, Oliver Zühlke, Trainer: Harald Pirsch

Die Weibliche Jugend A wollte in der Halle ihre letzte Chance auf den Gewinn eines Berliner Meistertitels nutzten, es reichte aber wieder „nur“ für den 2. Platz. Die gleiche Platzierung bei den Ostdeutschen Meisterschaften qualifizierte die Mannschaft für die Norddeutschen Meisterschaften bei denen der 7. Platz erspielt wurde. Vor allem die Erfahrungen die bei dieser Endrunde gesammelt werden konnten, werden für die jungen Spielerinnen in der 1. Damenmannschaft sehr wertvoll sein.

Die Weibliche Jugend B wurde Berliner Pokalsieger und die 1. Damen belegten Platz 5 in der Regionalliga Ost.

Hubert Mainka, Wolfgang „Weller“ Ulrich und Uwe Schröder erweiterte sich die Kreis der Mitglieder, die bereits 50 Jahre dem Club angehören.

Das Jubiläumsjahr beendeten die 1. Herren in der Regionalliga Ost (Feld) mit einem 3. Platz und Rang 7 bedeutete für die 1. Damen nach dem Aufstieg im vorigen Jahr, den Klassenerhalt in der Regionalliga Ost. Am 13.05.2006 siegten unsere Mädchen A mit 24:0 gegen den VfL Mahrzahn und erzielten damit das bisher höchste nachweisbare Ergebnis einer MHC Mannschaft.

Vom 16.06.2006 bis 18.06.2006 kam es mit der 2nd International Zepter Girls Challenge in Essen zur Fortsetzung des 2005 erstmals für die Mädchen des Jahrganges 1996/97 ausgerichteten Turniers. Die Umstellung vom Kleinfeld auf ein „richtiges“ Hockeyfeld und die Erhöhung der Teilnehmer von 8 auf 16 Mannschaften aus England, den Niederlanden und Deutschland erschwerten die Einschätzung, welche Chancen unsere Hockeyelfen haben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten erreichte die Mannschaft die Zwischenrunde und erkämpfte in insgesamt 9 Spielen das Finale gegen den Club Raffelberg. Nach regulärer Spielzeit stand es 2:2 und auch das 7m-Schießen konnte keinen Gewinner ermitteln, so dass die Turnierleitung beide Mannschaften zum Sieger erklärte. Ein großer Erfolg für die Hockey-Elfen und den MHC und ein Hoffnungsträger für die Zukunft.

Mir dem 30. Juni 2006 schließt nun diese Chronik. Dem Verein gehören rund 320 Mitglieder an, für die Mannschaften stehen 30 Trainer und Betreuer zur Verfügung. Sportlich gesehen hat der Verein mit seiner Vielzahl an Jugendlichen und den neuen Möglichkeiten durch den Schulsport die Chance, in den nächsten Jahren das Niveau zu halten. Der Club, der über die zurückliegenden Jahre kontinuierlich gewachsen ist, scheint aber auch in vielen Bereichen realistische Grenzen erreicht zu haben. Die Sportanlagen im Bezirk sind begrenzt, die Betreuung der Jugendmannschaften wäre ohne den Einsatz vieler Eltern schon jetzt nicht mehr denkbar. Die organisatorischen und administrativen Aufgaben bringen den Vorstand und seine Helfer an die Grenze der Aufgaben, die durch ehrenamtlicher Tätigkeit erledigt werden können. Die Randsportart Hockey ist in der Medienwelt der letzten Jahre zwar weiter zurückgefallen, spielt aber auf der internationalen Bühne weiterhin eine hervorragende Rolle. Eine Situation, mit der der MHC immer gut zu Recht gekommen ist. Standen doch neben den sportlichen Zielen und den damit verbundenen Erfolgen auch die gemeinsamen Erlebnisse außerhalb des Spielfeldes immer im Vordergrund.